Uitikon
«Wir müssen auf die Neuzuzüger zugehen»: Sicherheitsvorstand Patrik Wolf spricht an Bundesfeier über Integration

Integration: Das war das Thema des Uitiker Sicherheitsvorstands Patrik Wolf (FDP) bei seiner Festrede an der Bundesfeier. Uitikon sei wie geschaffen für Integrationsarbeit.

Leo Eiholzer
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1. August in Uitikon
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Die Harmonie Birmensdorf besorgte die musikalische Begleitung und spielte auch den Schweizerpsalm.
Gemeindepräsident Chris Lindner (FDP) führte durch den Anlass.
Die Fahne der Harmonie Birmensdorf ist aussergewöhnlich farbenfroh.
Es hatte kaum mehr Platz auf den Uitiker Festbänken.
Es gab gemeindeeigenen Gätterewy.
Das «Üdikerhuus» wurde festlich beflaggt.
Impressionen aus Uitikon.

1. August in Uitikon

Leo Eiholzer

Das Höhenfeuer und der Festwirtschaftsbetrieb, welche am Abend der Bundesfeier auf der Uitiker Allmend geplant waren, wurden zwar wegen des Feuerverbots abgesagt. Dafür waren mittags die Festbänke auf dem Dorfplatz vor dem «Üdiker-Huus» fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Festrede hielt der Uitiker Sicherheitsvorstand Patrik Wolf (FDP). Er machte bereits in der Begrüssung klar, dass er über Integration sprechen wollte. Wolf hiess «Besitzerinnen und Besitzer des Schweizer Passes», «anwesende Doppelbürger», «Anwesende ohne Schweizer Pass», «Ringliker und integrierte Üdiker – und umgekehrt» willkommen.

Integration habe nicht in erster Linie mit statistischen Zahlen zu tun, sondern mit Menschen. «Menschen, die angenommen, aufgenommen und ernst genommen werden wollen», sagte Wolf. Egal ob dies Flüchtlinge, Behinderte, sozial Schwächere, oder Menschen mit einem anderen Tempo seien. Wolf: «Integration besteht ganz wesentlich aus Rücksicht und Akzeptanz.» Die Uitiker Umgebung sei geschaffen für Integrationsarbeit. Der Gemeinderat erwähnte das Werk des verstorbenen Pfarrers Ernst Sieber, die Arche Biohof und das Massnahmenzentrum. Er lobte das Vereinsleben, die Feuerwehr und das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger.

Wolf sagte weiter: «Wir haben heute rund 4200 Einwohnerinnen und Einwohner. In naher Zukunft werden etwa 1000 weitere dazukommen.» Das neue Leuenquartier schaffe Wohnungen und Arbeitsplätze. «Wir müssen offen bleiben und auf die Neuzuzüger zugehen.»

Wenn jeder im Herzen leben könne, wie es für ihn bedeutungsvoll sei, jeder auf seine Wurzeln stolz sein dürfe und gleichzeitig seine neue Heimat respektiere, dann dürfe es auch Menschen geben wie ihn selbst. «Solche, die im Herzen Ringliker sind und sich gerne als Uitiker fühlen, die jüdisch sind und mit einer Nicht-Jüdin verheiratet, die tätowiert sind, boxen, Motorrad fahren, aber sich auch als Gemeinderat mit ganzem Herzen einsetzen», sagte Wolf.
Über das abgesagte Abendprogramm wurden die Anwesenden mit gemeindeeigenem «Gätterewy», Klängen der Harmonie Birmensdorf sowie Verpflegung durch den Feuerwehrverein und das Restaurant Dörfli hinweggetröstet.