Unterengstringen

«Wir haben schon viele Stammkunden»: So überzeugen Gastroneulinge mit Italienischer Kulinarik

Orfeo Ciccarese (links) und Felicia Dixon zusammen mit Koch Michele Ciulla im schlicht und stilvoll dekorierten Restaurant.

Orfeo Ciccarese (links) und Felicia Dixon zusammen mit Koch Michele Ciulla im schlicht und stilvoll dekorierten Restaurant.

Mit dem «Vado e Torno» wollen zwei gastronomische Neueinsteiger am Chriesihogerweg in Unterengstringen Italianità verbreiten.

Der Name des Ristorante Vado e Torno am Chriesihogerweg in Unterengstringen ist eine Ansage mit Selbstvertrauen: Wenn die Gäste sich nach ihrem Besuch verabschieden, sollen sie Lust verspüren, bald wiederzukommen. Denn aus dem Italienischen übersetzt bedeutet der Name «gehen und zurückkehren». Das hat bisher am Standort des Tennis- und Padelclub Unterengstringen (TPUE) nur bedingt geklappt, weshalb die Führung des Lokals über die Jahre immer wieder wechselte.

Ausgerechnet zwei Gastroneulinge wollen dies nun ändern. «Es war immer mein Traum, ein Restaurant zu führen», sagt der in Schlieren aufgewachsene Geschäftsführer Orfeo Ciccarese, der nun in ­Dietikon wohnt. Diesen Traum hat er sich zusammen mit der stellvertretenden Geschäftsführerin Felicia Dixon aus Winkel verwirklicht. Beide waren zuvor bei einer Onlinemarketing-­Firma angestellt. «Wir haben bei der Arbeit super harmoniert und uns auch privat verstanden», sagt der 34-Jährige. Das habe ihnen auch das nötige Vertrauen gegeben, zu kündigen und den grossen Schritt in die Unabhängigkeit zu wagen, ergänzt Dixon.

«Wir haben viel verändert und neu gemacht»

Auf das Lokal in Unterengstringen sind zufällig aufmerksam geworden. «Der Standort hat uns sehr gut gefallen», sagt die 23-Jährige. So fiel der Entscheid nicht so schwer, obwohl die Räume damals in einem mässigen Zustand gewesen seien. Davon ist im einfach und stilsicher eingerichteten Lokal mittlerweile nichts mehr zu spüren. «Wir haben viel verändert und neu gemacht», sagt Ciccarese. Viele Gäste würden sagen, es fühle sich bei ihnen jetzt wie in den Ferien an.

Während Dixon die buchhalterische Seite im Griff hat, bringt der ursprünglich aus Lecce stammende Ciccarese die Italianità in die Küche. Bei den angebotenen Speisen hat er sich von seiner Familie und seinen Besuchen in Italien inspirieren lassen. Er kocht auch selbst gerne und probiert immer wieder neue Rezepte aus. Dixon bereitet dagegen privat lieber Desserts zu.

Neben klassischen Speisen wie Pizzas oder Carbonara, serviert mit an dickere Spaghetti erinnernde Bucatini, werden auch Pastavarianten mit Vongole (Venusmuscheln) und Cozze (Miesmuscheln) sowie frittierter Fisch aufgetischt. Die schöne Lage des Lokals soll dabei helfen, den Besuchern mehr zu bieten als nur ein schnelles Essen. «Wir servieren auch gerne kleine Apérohäppli und wollen zum Verweilen einladen», sagt Ciccarese.

Obwohl Dixon und Ciccarese ihr Lokal wegen der Coronapandemie erst im Mai eröffnen konnten, war das Virus für sie fast von Vorteil. Als Neueinsteiger konnten sie so etwas langsamer starten. «Wir hatten mehr Zeit für den Umbau und die Vorbereitungen. Dabei haben wir sehr viel gelernt», sagt Dixon. Von Anfang an seien gleich auch viele Besucher gekommen. Das Restaurant sei am Abend oft ausgebucht gewesen, obwohl sie eigentlich wegen Corona einen langsamen Start erwartet hätten. «Es hat sich herumgesprochen, dass es sich lohnt zu reservieren», sagt Ciccarese. Er ist überzeugt, dass dies auch daran liegt, dass der Name wirklich bereits Programm geworden ist. «Wir haben viele gute Rückmeldungen erhalten und haben schon viele Stammkunden.»

Guter Austausch mit dem Tennis- und Padelclub

Auch der Austausch mit dem Tennis- und Padelclub funktioniere sehr gut. Obwohl das Restaurant strukturell komplett getrennt ist vom Sportbetrieb, kann er sich gut Kooperationen bei Turnieren oder anderen Events vorstellen.

Der gute Start mit vielen Gästen hat Ciccarese und Dixon in ihrem Entscheid, sich selbstständig zu machen, bestätigt. «Der Druck ist da. Jetzt müssen wir für den Umsatz sorgen. Obwohl die Arbeit zwischendurch stressig ist, macht es viel Spass», sagt Ciccarese. Es sei schön, eigene Entscheide zu treffen und unmittelbar positive Rückmeldungen zu erhalten. «Ich bin stolz, dass sofort so viele Gäste gekommen sind. Am Anfang erhält das Restaurant schnell seinen Ruf», sagt Dixon. Ganz zu ihrer Freude ist das «Vado e Torno» dabei auf einem guten Weg.

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