Die hellblaue, tonnenschwere Betonhalfpipe steht schon etwa seit der Jahrtausendwende in der Kirchhalde. Jetzt hat die Stadt 40'000 Franken für die Sanierung des Skateparks zurückgestellt. Dies ist aus dem Sitzungsprotokoll des Stadtrats zu entnehmen. Dieser reagierte damit auf das Postulat von Martin Steiner (SP) und neun weiteren Mitunterzeichnern. Sie monierten, dass die Anlage nicht den Anforderungen der Skater entspreche und überdies nur bei trockenem Wetter und Tageslicht befahren werden könne. «Das zugesprochene Geld ist das Minimalziel, das ich erreichen wollte», sagt Steiner über die Gutsprache. Demgegenüber sind die Skater sehr zufrieden mit dem Zugeständnis der Stadt. Sie werden, wie im Postulat gefordert, bei der Sanierung des Platzes involviert. Dabei geht es vor allem um eine räumliche Erweiterung. Der Platz wurde ursprünglich für Anfänger gebaut. Diese haben mittlerweile andere Anforderungen. Überdies wird der Platz bei zehn Skatern bereits knapp. Konkret heisst das, dass die Skater ihre sogenannten Lines — die Trickabfolgen beim Skaten — nicht fahren können. Zusätzlich zur Erweiterung forderten die Initianten eine Überdachung und Flutlicht.

Treffpunkt für die Jugendlichen

Diesen Wunsch erfüllte die Stadt nicht: Eine Überdachung sowie die Errichtung einer Flutlichtanlage kämen aus diversen Gründen derzeit nicht infrage, schreibt die Stadt im Sitzungsprotokoll.

«Das Flutlicht ist ein doppelschneidiges Schwert: Einerseits sorgt es für mehr Sicherheit für die Skater, andererseits ist die Lärmbelastung abends grösser», sagt Catherine Peer (SP), Mitunterzeichnerin des Postulats. Wobei sie anfügt, dass Licht bis zur Nachtruhe kein Problem sein sollte. Eine Bewohnerin der Alterssiedlung hätte ihr sogar gesagt, wie sehr sie das Leben im Park schätze.

«Ich denke, solche Plätze sind sehr wichtig, da sie helfen, dass die Kinder nicht nur drinnen bleiben, sondern rausgehen», sagt Peer. Ihre Kinder hätten auch geskatet und seien bisweilen beinahe auf dem Platz zu Hause gewesen. «Das Schlimmste ist, wenn eine Skateranlage vergammelt. Dann kostet es je länger je mehr, sie zu sanieren», sagt Peer. Überdies steige mit dem Alter der Anlage auch das Risiko für Unfälle. Auf dem Platz können die Jugendlichen auch Inline-Skaten. Das erhöht die Unfallgefahr: Denn für die dünnen Räder der Inliner sind bereits kleine Risse im Beton eine Stolperfalle.

2013 wurde eine geplante Sanierung des Stadtparks mit 62 Prozent Nein-Stimmen von den Dietikern abgeschmettert. Der Plan war gross gefasst: Nebst der Erweiterung der Skateranlage hätte es unter anderem einen neuen Brunnen, eine Spielwiese, Bänke und Beleuchtung gegeben. Kostenpunkt: drei Millionen Franken.

Fünf Jahre später sieht es nun besser aus für die Erweiterung der Skateranlage, auch dank der Initiative vonseiten der Parkbenutzer. «Ich wurde von den Skatern angesprochen, ob ich ihre Petition für die Anlage unterschreiben will», sagt Steiner. Er habe das Anliegen unterstützen und pushen wollen. Deshalb übernahm er die in der Petition geforderten Punkte in seinem Postulat und reichte es beim Stadtrat ein.