Schlieren
«Winterwunder» im Stürmeierhuus: Die Kinder spielten spontan im Stück mit

Im Stürmeierhuus in Schlieren wurde das interaktive Theaterstück «Winterwunder» aufgeführt. Und darin spielten die Kinder aus dem Publikum mit.

Manuel Reisinger
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«Winterwunder» im Stürmeierhuus
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Immer wieder erhielten die Kinder die Möglichkeit, auf der Bühne mitzuspielen oder zu tanzen.
Die Schauspielerin zeigte vor, die Kinder machten es nach. Hier stellten sie Engel dar.
In einer anderen Szene wurden die Kinder zu Schneemännern.
Das junge Publikum meldete sich jeweils sofort, wenn Alma Jongerius eine Frage stellte oder freiwillige Helfer suchte.
Dieser Junge spielte ein Schaf, das dem Hirten Köbi zum Stall folgte, in dem ein König zur Welt gekommen sein soll.
In der finalen Szene des Stücks stellten die Kinder dar, wie das Jesuskind im Stall liegt und von allerlei Tieren besucht wird.

«Winterwunder» im Stürmeierhuus

Severin Bigler

Mit dem Theaterstück «Winterwunder» brachte die Theaterschauspielerin Alma Jongerius die Magie von Weihnachten nach Schlieren. Zahlreiche Kinder fanden sich gestern mit ihren Eltern im Stürmeierhuus ein, um Zeugen eines etwas anderen Theatererlebnisses zu werden. Denn «Winterwunder» ist ein interaktives Theaterstück.

Dabei lade Jongerius die Kinder jeweils dazu ein, selbst im Stück mitzuspielen. «Kinder rufen gerne in die Theatervorstellung hinein, wenn sie mit der Geschichte mitfiebern. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich sie bewusst auf die Bühne holen könnte», erklärte die 60-jährige Schauspielerin aus Baden.

Während Jongerius in verschiedene Rollen schlüpfte und eine Weihnachtsgeschichte erzählte, forderte sie die Kinder immer wieder dazu auf, zu ihr auf die Bühne zu kommen und unterschiedliche Aktionen auszuführen. So mussten die Kinder etwa so tun, als würden sie einander Schneebälle anwerfen oder als wären sie Schafe. Die Kinder waren sofort begeistert und spielten mit. Und sobald Jongerius den Gong ertönen liess, setzten sie sich wieder auf ihre Plätze.

Jongerius setzte auf schlichte Kostüme und auf eine schlichte Darstellung. «In Filmen und im Internet sehen die Kinder heutzutage so viel, dass ich nicht versuchen muss, sie mit einem bombastischen Bühnenbild und aufwendigen Kostümen zu begeistern», sagte sie. Stattdessen wolle sie die Fantasie der Kinder anregen. Und die aktive Mitarbeit der Kinder gab ihrem Konzept recht. Denn sowohl die kleinsten als auch die etwas älteren Kinder folgten begeistert ihren Regieanweisungen.