Dietikon
Wintereinbruch verzögerte Sanierung der Badi Fondli

Wegen der Kälte mussten die Sanierungsarbeiten letzte Woche in der Badi Fondli unterbrochen werden. Das Wetter in den nächsten Monaten wird nun entscheiden, ob die Erneuerung der Badi Fondli rechtzeitig fertig wird.

Sarah Fuhrer
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Die Baugrube war letzte Woche mit Schnee überdeckt, die Arbeiten mussten eingestellt werden.

Die Baugrube war letzte Woche mit Schnee überdeckt, die Arbeiten mussten eingestellt werden.

Zur Verfügung gestellt

Letzte Woche ruhten die Bagger in der Badi Fondli. Die Kälte hatte die Sanierungsarbeiten zum Erliegen gebracht. «Zum Betonieren muss es wegen der vielen Teilstücke über null Grad warm sein, zum Schweissen des Chromstahls in den Schwimmbecken fünf Grad», erklärt Projektleiterin Ingeborg Stengl. Diese Woche konnten die Unternehmer die Arbeit wieder aufnehmen. «Ob die Badi zum Start der Badesaison im Mai fertig ist, hängt jetzt vom Wetter der nächsten Monate ab», so Stengl.

Verzögerung beim Technikraum

Bereits seit drei Monaten laufen die Arbeiten für die Sanierung und Attraktivitätssteigerung des Freibads inzwischen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf fast 10 Millionen Franken. Neben dem Kälteeinbruch hat ein weiteres Problem für Verzögerung gesorgt: «Im unteren Bereich der Baugrube für den Technikraum haben wir viel Hangwasser gefunden», sagt Stengl. «Das mussten wir zuerst abpumpen, bevor es weitergehen konnte.» Deshalb seien die Arbeiten beim Technikraum noch nicht so weit wie geplant: Die Wände stehen zu einem grossen Teil, die Decke ist noch nicht fertiggestellt.

Sonst sei sie aber mit der Baustelle sehr zufrieden: «Die Unternehmen setzen sich ungemein ein, die Arbeiten sind insgesamt gut vorangekommen», so die Projektleiterin. Das Sprungbecken aus Chromstahl steht bereits und ist zum Überwintern mit Wasser gefüllt, um die Temperaturschwankungen zu mildern, denen die Bleche ausgesetzt sind. Die Traggerippe und ein Teil der Wände für das Nichtschwimmerbecken sind montiert.

Ziele sind ehrgeizig

Das Ziel, die komplette Sanierung bis im Mai abgeschlossen zu haben, ist ehrgeizig. Wegen der Verzögerungen wird es jetzt knapp. «Die Planer und Unternehmer diskutieren laufend, ob im Bauablauf noch Optimierungsmöglichkeiten stecken», so Stengl. Die nächsten Schritte seien wegen des ungewissen Wetters schwer planbar. «Wir hoffen auf Wetterglück. Falls es jetzt warm bleibt, kommen wir sehr schnell voran», sagt Stengl. «Die Arbeiter sind dabei sehr flexibel, sie stehen für uns jederzeit bereit.»

Am dringendsten sei die Fertigstellung des Technikraums, wo die grossen Filter- und Pumpenanlagen installiert werden, damit die Monteure mit den Badtechnikanlagen beginnen können. Sobald die Schwimmbecken stehen, werden die Badwasserleitungen angeschlossen. Dann werden die Kanalisations-, Sanitär- und Elektroleitungen im Boden verlegt, die Fundamente von Sprungturm, Rutschbahn und Sonnensegel betoniert und diese Anlagen aufgestellt. «Am Schluss werden wir die Kletterwand ins Schwimmbecken montieren, den neuen Spielplatz erstellen, die Hartflächen um die Becken erneuern und die Parkanlage wieder vorbereiten», so Stengl.

Den Fortschritt der Arbeiten kann man täglich auf der Webcam verfolgen: Alle zehn Minuten erscheint auf fondli.ch, Kategorie Freibad, ein neues Bild der Badi.