Dietikon

Wieso bis zur Nötzliwiese? Die Hobbykapitäne erklären, weshalb sie auf die letzten Meter nicht verzichten wollen

«Wir waren zum ersten Mal zu dritt unterwegs und hatten einfach genug Zeit, um uns bis zur Nötzliwiese treiben zu lassen», sagt Daniel Grunder. «Es gab keinen speziellen Grund für den gewählten Ausstiegsort.» Das letzte Mal sei er in Glanzenberg ausgestiegen. Die Allmend sei auch schön.

Daniel Grunder, 37, mit Eva Pfister, 44, und Sohn Moritz, 8, aus Zürich.

«Wir waren zum ersten Mal zu dritt unterwegs und hatten einfach genug Zeit, um uns bis zur Nötzliwiese treiben zu lassen», sagt Daniel Grunder. «Es gab keinen speziellen Grund für den gewählten Ausstiegsort.» Das letzte Mal sei er in Glanzenberg ausgestiegen. Die Allmend sei auch schön.

Die Allmend Glanzenberg soll Böötlern den Ausstieg erleichtern. Wir haben bei den Hobbykapitänen in Dietikon nachgefragt, wieso sie trotzdem lieber bis zur Nötzliwiese fahren.

«Wir sind bei der Nötzliwiese ausgestiegen, weil erst auf den letzten Metern die ruhigste Strecke beginnt», sagt Jure Biondic. Das geniesse man gegen Ende umso mehr. Der Fluss fliesse weiter oben wesentlich stärker. Gemeinsam mit seiner Partnerin wohnt Biondic in Flims. Sie zogen vor zwei Jahren dorthin. Zuvor waren sie in Zürich zuhause. «Wir kennen die Tour von früher und sind in Altstetten eingestiegen», sagt Maria Buchta. Es sei einfach wunderschön und unter der Woche habe es sowieso weniger Leute. Sie könne sich vorstellen, dass die Allmend besonders für Familien geeignet sei. «Für Kinder ist auch der Kiosk mit Glacés ein Anreiz», sagt sie. Für sie stünde aber die längere Fahrt im Vordergrund.

Maria Buchta, 38, und Jure Biondic, 39, aus Flims.

«Wir sind bei der Nötzliwiese ausgestiegen, weil erst auf den letzten Metern die ruhigste Strecke beginnt», sagt Jure Biondic. Das geniesse man gegen Ende umso mehr. Der Fluss fliesse weiter oben wesentlich stärker. Gemeinsam mit seiner Partnerin wohnt Biondic in Flims. Sie zogen vor zwei Jahren dorthin. Zuvor waren sie in Zürich zuhause. «Wir kennen die Tour von früher und sind in Altstetten eingestiegen», sagt Maria Buchta. Es sei einfach wunderschön und unter der Woche habe es sowieso weniger Leute. Sie könne sich vorstellen, dass die Allmend besonders für Familien geeignet sei. «Für Kinder ist auch der Kiosk mit Glacés ein Anreiz», sagt sie. Für sie stünde aber die längere Fahrt im Vordergrund.

«Ich sehe keinen Grund, früher auszusteigen», sagt Melina Bont. Die Nötzliwiese sei ein idealer Ausstiegsort. «Ich steige seit Jahren hier aus, deshalb ist es auch zur Gewohnheit geworden.» Die Allmend habe sie noch nie ausprobiert, aber die Hinweise habe sie gesehen. «Ich frage mich einfach, warum ich aussteigen soll, wenn die letzte Strecke nicht verboten ist.» Ihr Kollege Severin Schmid wohnt in Parpan in Graubünden und war zum ersten Mal als Hobbykapitän unterwegs. «Wenn man zwei Stunden auf dem Boot war, dann braucht man nicht etwas zu trinken», sagt er. Getränke habe man dabei. Zudem habe man schon Sonne getankt. «Man will eigentlich nur kurz zusammenpacken und dann gehen.»

Melina Bont, 26, Zürich, und Severin Schmid, 24, aus Parpan.

«Ich sehe keinen Grund, früher auszusteigen», sagt Melina Bont. Die Nötzliwiese sei ein idealer Ausstiegsort. «Ich steige seit Jahren hier aus, deshalb ist es auch zur Gewohnheit geworden.» Die Allmend habe sie noch nie ausprobiert, aber die Hinweise habe sie gesehen. «Ich frage mich einfach, warum ich aussteigen soll, wenn die letzte Strecke nicht verboten ist.» Ihr Kollege Severin Schmid wohnt in Parpan in Graubünden und war zum ersten Mal als Hobbykapitän unterwegs. «Wenn man zwei Stunden auf dem Boot war, dann braucht man nicht etwas zu trinken», sagt er. Getränke habe man dabei. Zudem habe man schon Sonne getankt. «Man will eigentlich nur kurz zusammenpacken und dann gehen.»

Mit ihrer Tochter Melissa ist die Dietikerin Jolanda Richli öfters auf der Limmat unterwegs. «Wir nutzen die Allmend Glanzenberg nicht zum Aussteigen, aber zum Einsteigen», sagt sie. Sie seien mit dem Zug eine Station gefahren und konnten sich so eine halbe Stunde treiben lassen. Die Strecke nutze sie gerne, weil es keine starke Strömung habe. Die Nötzliwiese sei für sie nur mit einem kurzen Zwischenhalt verbunden wegen des Kraftwerks. «Wir steigen hier um und fahren nachher weiter bis nach Oetwil.» Weil sie direkt hinter der Nötzliwiese wohne, wisse sie, wie viele Leute sich manchmal versammeln würden. Sie fände das nicht weiter schlimm: «Man soll den Leuten ihren Spass lassen.»

Jolanda Richli, 30, mit ihrer Tochter Melissa, 9, aus Dietikon.

Mit ihrer Tochter Melissa ist die Dietikerin Jolanda Richli öfters auf der Limmat unterwegs. «Wir nutzen die Allmend Glanzenberg nicht zum Aussteigen, aber zum Einsteigen», sagt sie. Sie seien mit dem Zug eine Station gefahren und konnten sich so eine halbe Stunde treiben lassen. Die Strecke nutze sie gerne, weil es keine starke Strömung habe. Die Nötzliwiese sei für sie nur mit einem kurzen Zwischenhalt verbunden wegen des Kraftwerks. «Wir steigen hier um und fahren nachher weiter bis nach Oetwil.» Weil sie direkt hinter der Nötzliwiese wohne, wisse sie, wie viele Leute sich manchmal versammeln würden. Sie fände das nicht weiter schlimm: «Man soll den Leuten ihren Spass lassen.»

«Ein Ausflug mit dem Gummiboot ist immer mit Arbeit und Organisation verbunden», sagt Stewart Bishop. Deshalb bleibe man solange auf dem Fluss, wie es erlaubt sei. Der Grund für die Wahl zur Nötzliwiese sei für ihn einfach: «Weil es länger dauert und wir zwanzig Minuten dazugewinnen konnten.» Er könne aber die Anwohner verstehen, weil der Ausstiegsort teilweise überfüllt sei. Das habe er auch schon erlebt. Er kenne die Allmend Glanzenberg noch nicht. «Ich weiss, dass es hier gut ist und ich kenne die Zugverbindungen.» Vielleicht wäre es besser, wenn es mehr Platz gäbe. Auch die Grillstelle sei verschwunden. Dass die Baustelle auf der Nötzliwiese noch bis 2021 dauern werde, habe er nicht gewusst.

Stewart Bishop, 48, mit seinem Sohn Keenan, 10, aus Seebach.

«Ein Ausflug mit dem Gummiboot ist immer mit Arbeit und Organisation verbunden», sagt Stewart Bishop. Deshalb bleibe man solange auf dem Fluss, wie es erlaubt sei. Der Grund für die Wahl zur Nötzliwiese sei für ihn einfach: «Weil es länger dauert und wir zwanzig Minuten dazugewinnen konnten.» Er könne aber die Anwohner verstehen, weil der Ausstiegsort teilweise überfüllt sei. Das habe er auch schon erlebt. Er kenne die Allmend Glanzenberg noch nicht. «Ich weiss, dass es hier gut ist und ich kenne die Zugverbindungen.» Vielleicht wäre es besser, wenn es mehr Platz gäbe. Auch die Grillstelle sei verschwunden. Dass die Baustelle auf der Nötzliwiese noch bis 2021 dauern werde, habe er nicht gewusst.

«Es kostet mich nicht mehr, bis hierhin zu fahren», sagt der Kanadier Geoff Peake auf Englisch und lacht. Er verbringe zurzeit seine Ferien in Zürich. «Für einen Touristen ist in der Schweiz einmal etwas gratis, man stelle sich das einmal vor!», sagt er. Er sei schon auf unzähligen Flüssen in Kanada unterwegs gewesen. Das Kraftwerk sei keine Gefahr, wenn man die Warnschilder beachte. In der Schweiz sei man bereit, Regeln ernst zu nehmen. Wenn man Glanzenberg als Ausstiegsort attraktiver machen wolle, dann seien Regeln gut. «Wenn man nicht mehr bis hierher fahren darf, halten sich die Leute daran.» Das wäre in Kanada aber anders: «Meine Landsleute würden auch dann noch bis hierhin fahren.»

Geoff Peake, 59, Kanada. Er weilt derzeit in Uerzlikon in den Ferien.

«Es kostet mich nicht mehr, bis hierhin zu fahren», sagt der Kanadier Geoff Peake auf Englisch und lacht. Er verbringe zurzeit seine Ferien in Zürich. «Für einen Touristen ist in der Schweiz einmal etwas gratis, man stelle sich das einmal vor!», sagt er. Er sei schon auf unzähligen Flüssen in Kanada unterwegs gewesen. Das Kraftwerk sei keine Gefahr, wenn man die Warnschilder beachte. In der Schweiz sei man bereit, Regeln ernst zu nehmen. Wenn man Glanzenberg als Ausstiegsort attraktiver machen wolle, dann seien Regeln gut. «Wenn man nicht mehr bis hierher fahren darf, halten sich die Leute daran.» Das wäre in Kanada aber anders: «Meine Landsleute würden auch dann noch bis hierhin fahren.»

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