Affoltern am Albis

Wie in den 1970er-Jahren: Der Limmichor begeisterte das Publikum mit Abba-Hits

Der Chor des Spitals Limmattal wurde vom Jugendorchester Con Brio von der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal unterstützt.

Der Chor des Spitals Limmattal wurde vom Jugendorchester Con Brio von der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal unterstützt.

Am Samstag liess der Limmichor zahlreiche Abba-Hits aufleben und landete damit einen Volltreffer.

Nach einer über 35-jährigen Pause schwindet die Hoffnung dahin, die legendären Schweden dereinst wieder vereint auf der Bühne zu sehen. Selbst das Angebot von einer Milliarde Dollar soll Abba im Jahr 2000 nicht dazu bewegt haben, endlich wieder gemeinsam aufzutreten. Immerhin sollen bald lebensechte Hologramme der Künstler über die Bühne flackern und in den poppigen Kostümen von 1979 zwei brandneue Songs aufführen. Bis es so weit ist, konnte man sich am Samstag vom Auftritt des Limmichors in der Aula Ennetgraben in Affoltern am Albis in alte Zeiten zurückversetzen lassen.

Unterstützt wurde der Chor des Spitals Limmattal durch das Jugendorchester Con Brio von der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal, das durch eine Band ergänzt wurde. Zusammen liessen sie all die unvergessenen Klassiker aufleben, die eine ganze Generation in Atem gehalten haben. Mit «Waterloo» erklang der Song, der Abba 1974 den Eurovision Song Contest gewinnen liess, und die Band quasi über Nacht in den Popmusik-Himmel katapultierte. Wie damals sprang der Funke über: Unter der souveränen Leitung von Patrik Elsaid überliess der Limmichor nichts dem Zufall und animierte das Publikum mit vollem Einsatz und grosser Singfreude zum Mitwippen.

Zusammen liessen sie all die unvergessenen Klassiker aufleben.

Zusammen liessen sie all die unvergessenen Klassiker aufleben.

«Money, Money, Money», der Welthit aus dem Jahr 1976, bildete einen ersten Höhepunkt des Abends. Ruhelos und getrieben erklang der Song, der die Allmacht des Geldes schildert. Arbeit, Arbeit, nichts als Arbeit und trotzdem kaum Geld, da hilft – sagt sich die Stimme im Lied – nur die Heirat mit einem Reichen oder ein Casino-Gewinn in Las Vegas. Nur kurz schien der Chor zur Ruhe zu kommen, um anschliessend von den Rhythmen umso entschiedener und unbarmherziger vorwärtsgezogen zu werden.

Anschliessend liess das Jugendorchester Con Brio unter der Leitung von Corinna Meienberg ein orchestrales Intermezzo erklingen. Danach ging es weiter mit «Take a chance on me». Die Energie und Singfreude des Limmichors übertrug sich mühelos auf das Publikum, das während des Songs immer wieder begeistert mitklatschte.

Für «Dancing Queen» gab es Standing Ovations

Im Übrigen wirkte der Limmichor je länger, desto frischer und drehte zuletzt mit «Dancing Queen» dergestalt auf, dass sich das Publikum zu einer Standing Ovation hinreissen liess. Belohnt wurde es dafür mit nicht weniger als drei Zugaben. Entsprechend positiv fielen an diesem Abend die Publikumskommentare aus. «Einfach sensationell», lautete das eindeutige Verdikt von Franz Tanner. Besonders mitgerissen habe ihn «Mamma Mia». «Sehr gelungen fand ich auch die Kombination mit dem Jugendorchester, es ist erstaunlich, was da alles aus den Jungen herausgeholt wurde.» Gestern waren das Jugendorchester und der Limmichor auch in der katholischen Kirche Schlieren zu hören. Mit den Konzerten feierte der Limmichor auch seinen 25. Geburtstag.

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