Bundesrat
Wie denken Sie über den Verkehr im Limmattal, Frau Bundesrätin Leuthard?

Der Gubristtunnel, der Honeret-Bahntunnel und die Verkehrsüberlastung im Limmattal – Nationalrat Hans Egloff fragt Verkehrsministerin Leuthard persönlich. Sie weicht den Fragen nicht aus.

Jürg Krebs
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Bundesrätin Doris Leuthard und Nationalrat Hans Egloff.jpg

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Limmattaler Zeitung

Wenn Bundesrätin Doris Leuthard vorrechnet, wann denn endlich die dritte Röhre des Gubristtunnels in Betrieb genommen werden kann, dann geht dies so: Vier bis fünf Jahre für die offene Strecke vor den Tunnelportalen, fünf Jahre für den Bau der Röhre und drei bis vier Jahre für die Sanierung der ersten zwei Röhren, wobei die dritte Röhre erst fertiggestellt werden muss. Und: Der Baustart auf der Regensdorfer Seite beginnt im zweiten Quartal 2016. Das gab die Verkehrsministerin anlässlich der Fragestunde im Nationalrat dem Zürcher Nationalrat Hans Egloff (SVP, Aesch) zur Antwort. Dann liess sie noch durchblicken, dass sie die Bauerzögerungen genauso «ärgerlich» finde, wie Egloff selbst. Er wisse selbst, was die Gründe dafür sind: «Sie liegen in den langen Verfahren aufgrund von Einsprachen.» Leuthard sagt aber auch: «Das Projekt geniesst schweizweit hohe Priorität.»

Stau am Gubrist, Stau in den Ortschaften – das Limmattal ist vom Verkehr chronisch überlastet, hält Egloff Leuthard vor. Diese spricht diesmal von «höchster Priorität», welche die Beseitigung des Verkehrsknotenpunkts Limmattal in der strategischen Planung des Bundes geniesse. A1 und A3 hätten als Ost-West-Durchgangsachse grosses Gewicht. Die S-Bahn sei ein wichtiges Rückrat für die regionale Entwicklung. Dasselbe gelte für die Limmattalbahn. Indem der Bund sich daran mit 35 Prozent und 82,91 Millionen (Preisstand 2005, ohne MWSt., 2.Generation Agglomerationprogramm) beteilige, trage er «zur Verbesserung der Lebensqualität dieser bedeutenden Region» bei.

Auch die Bahnstrecken sind im Limmattal überlastet – ein Fall für die Idee des Honeret-Tunnels zwischen Zürich und Rupperswil? Leuthard gibt Egloff recht, ohne diesen Tunnel sind zusätzliche Verbindungen, etwa nach Bern nicht möglich. Aber auch keine zusätzlichen Güterzüge zum Rangierbahnhof Limmattal. Die Kapazitätserweiterung könnte die Idee einer S-Bahn-Haltestelle Silbern begünstigen, die wegen mangelnder Schienenkapazität derzeit fraglich ist.

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