Das Rebblüetefäscht zieht Spuren bis ins südliche Afrika. Genauer gesagt bis in die Stadt Quthing im Süden Lesothos. Im dortigen SOS-Kinderdorf wurde dank Geldern aus Weiningen ein Trinkwasserbrunnen gebaut. Total 26'086 Franken Spendengelder hatte die Schnäggeen-Beiz erarbeitet. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf hat den Betreibern vor Kurzem den Tätigkeitsbericht zugestellt.

Die Gelder ergaben sich damals nicht nur aus dem Festbetrieb und Sponsorengeldern, sondern auch aus dem Verkauf von Kunstwerken aus dem Nachlass von Hans Brunner, die lange im Keller seines Hauses lagen. Nun, wo der neue Trinkwasserbrunnen für das SOS-Kinderdorf in Quthing gebaut ist, bewahrheitet sich einmal mehr, was der damalige Unterengstringer Gemeindepräsident Willy Haderer 2002 nach dem Tod von Hans Brunner sagte: «Das, was sein Geist und seine Hände geschaffen haben, wird noch vielen Menschen Freude bereiten.»

Der Bau des neuen Brunnens war wegen der grossen Trockenheit und der schlechten Wasserqualität in Lesotho nötig geworden. Viele Kinder litten an Durchfall-Erkrankungen.

Hohe Aids-Rate ist ein Problem

Im Oktober 2016 wurden die ersten Bohrungen vorgenommen, im September 2017 waren alle Bauarbeiten abgeschlossen: Der 150 Meter tiefe Brunnen war gebaut, ebenso der Wassertank und die Leitung hin zum nahegelegenen Kindergarten. Dank der neuen Infrastruktur ist nun in allen Haushalten des SOS-Kinderdorfs Wasser verfügbar und in den Gärten davor bauen die Kinder und ihre Betreuer Gemüse an, wie der Tätigkeitsbericht aufzeigt. Im SOS-Kinderdorf leben rund 120 Waisenkinder, die auch den dortigen Kindergarten besuchen. Viele davon haben ihre Eltern wegen Aids verloren. Die Krankheit ist in Lesotho noch stark verbreitet.

Die Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz freut sich über die Unterstützung aus Weiningen. «Die Schnäggeen-Beiz hilft uns nun schon seit dem Jahr 2000. Sie ist ein wunderschönes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn sich Menschen zusammentun, um etwas zu erschaffen. Wir schätzen diese regelmässige und dadurch nachhaltige Unterstützung sehr», sagt Markus Siegfried von der Stiftung SOS-Kinderdorf.

Auch fürs Rebblüetefäscht 2019 ist eine Schnäggeen-Beiz geplant, die sich für den guten Zweck engagiert. Und zwar in Niger. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf unterstützt dort öffentliche Schulen in einem Stadtbezirk der Hauptstadt Niamey. Die Schulen sollen mit besseren Schulmaterialien ausgestatten werden und es sollen zusätzliche Klassenräume und Toiletten gebaut werden. Eine weitere Massnahme wird die Reintegration von Schulabbrechern sein.