Wie Auswanderer aus Killwangen das Osterfest in Neuseeland feiern

Das Haus österlich zu schmücken ist in der Schweiz Tradition. Nicht so in Neuseeland, wie George Russenberger verrät, der sich mit seiner Frau Pia vor 20 Jahren von Killwangen in das Land der Kiwis aufgemacht hat.

Stefanie Suter, Baden
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Dies hält Pia Russenberger nicht davon ab, im trauten Heim etwas Osterstimmung zu verbreiten: «Sie dekoriert das Haus mit einem Osterbaum und bunt bemalten Eiern», sagt Russenberger. Während in der Schweiz Osterkuchen verspeist werden, sind es in Neuseeland runde Hefebrötchen, die «hot cross buns»: «Pia backt die Brötchen selbst. Die sind viel besser als diejenigen, die man kaufen kann.» Manchmal würde sie aber auch Osterkuchen mit Reis backen. Ostern verbringen George und Pia Russenberger im Strandhaus von Freunden, die ursprünglich auch aus der Schweiz sind. «Wir werden sicher jassen», verrät Russenberger. Andere Familien besuchen die viertägige «Royal Easter Show» in Auckland mit Rummelplätzen oder Vorstellungen, an denen Schäferhunde ihr Können zeigen. Wie in der Schweiz machen sich die Kinder auf der Südhalbkugel auf die Suche nach versteckten Ostereiern, auch Marc (15) und Celine (17) Russenberger. «Wir mögen diese Tradition immer noch», sagt ihr Vater. Apropos: In Neuseeland muss die Familie nicht auf heimische Schokolade verzichten – in Aotearoa, wie der Inselstaat auf Maorisch heisst, kann man auch Lindt-Schoggihasen kaufen.