Whistleblowerinnen

Whistleblowerinnen wollen Urteil nicht weiterziehen

Margrit Zopfi, rechts, und Esther Wyler ziehen das Urteil nicht weiter

Margrit Zopfi, rechts, und Esther Wyler ziehen das Urteil nicht weiter

Die beiden ehemaligen Zürcher Sozialamtsmitarbeiterinnen Esther Wyler und Margrit Zopfi akzeptieren das Urteil des Zürcher Obergerichts. Dies erklärten Margrit Zopfi und deren Anwalt Valentin Landmann am Donnerstag in der Sendung «CC-Talk» auf Star-TV.

Valentin Landmann erklärte, man müsse damit rechnen, dass das Bundesgericht den Fall ähnlich beurteilt hätte. Daher wäre ein Weiterzug des Urteils des Obergerichts weitgehend sinnlos.

Das Zürcher Obergericht hatte die zwei Whistleblowerinnen am Dienstag in zweiter Instanz wegen Amtsgeheimnisverletzung schuldig gesprochen. Margrit Zopfi und Valentin Landmann sagten im "CC Talk" auf Star TV, das Akzeptieren des Urteils sei kein moralisches Schuldeingeständnis.

"Uns blieb gar nichts anderes übrig, als das Amtsgeheimnis zu verletzen", sagte Zopfi in der TV-Sendung. Die Erstausstrahlung findet am Donnerstag um 19 Uhr statt; im Internet (www.politik.ch) war die Sendung bereits am Nachmittag abrufbar.

"Auch wenn wir die vom Gericht beschriebenen Alternativen genutzt hätten, nämlich den Gang zur Sozialbehörde oder zur parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission GPK, wären wir gezwungen gewesen, das Amtsgeheimnis zu verletzen", sagte Zopfi.

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