Wetzikon
Wetziker Gemeinderat will Sicherheit im öffentlichen Raum erhöhen

Der Gemeinderat von Wetzikon will die Sicherheit am und um den Bahnhof Wetzikon verbessern. So sollen so genannte Bahnhofpatinnen und -paten durch sichtbare Präsenz das Sicherheitsgefühl der Bahnbenutzerinnen und -benutzer erhöhen.

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In Wetzikon soll mehr Sicherheit herrschen. (Symbolbild)

In Wetzikon soll mehr Sicherheit herrschen. (Symbolbild)

bz

Realisiert werde das Projekt «Bahnhofpatenschaft» zusammen mit der SBB, teilte der Gemeinderat am Montag mit. Bahnhofpatinnen und - paten gibt es bereits an verschiedenen Orten. Sie sind Teil des SBB- Programms «RailFair».

Geprüft oder sofort umgesetzt würden in den nächsten Monaten zudem eine Videoüberwachung auf dem Bahnhofareal, ein Ausbau der offenen und mobilen Jugendarbeit, «Zivilcourage-Rundgänge in Zusammenarbeit mit den Quartieren sowie die verstärkte Vernetzung zwischen Schulen, polizeilichen Institutionen und Eltern.

Nach Ansicht des Gemeinderates braucht es für eine wirkungsvolle Gewaltbekämpfung Prävention, Intervention und Repression. Dabei müssten langfristige Gewaltprävention und eine weitsichtige Jugendförderung mit kurzfristigen, auch repressiven Interventionsmassnahmen kombiniert werden.

Mit den verschiedenen Massnahmen reagiert der Gemeinderat auf einige Vorfälle in den vergangenen Monaten. Er betont jedoch, dass die Sicherheit in Wetzikon grundsätzlich sehr gut gewährleistet sei. Die Sicherheit müsse jedoch laufend im Auge behalten werden, damit frühzeitig auf Tendenzen reagiert werden könne.

Zu wenig Räume für Jugendliche

Die Stadt Wetzikon sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen und auch für Partygänger zu einem regionalen Zentrum geworden, heisst es in der Mitteilung. «Eine fast logische Konsequenz» daraus seien vermehrte Zwischenfälle, die unterschiedliche Ursachen hätten.

Eine dieser Ursachen sei, dass die Schaffung ergänzender Infrastrukturen wie Räume für Jugendliche und junge Erwachsene nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt gehalten habe. Dies führe dazu, dass sich «viele Menschen, vielfach eher jüngere Männer mit Migrationshintergrund», im öffentlichen Raum aufhielten.

Darunter leide das subjektive Sicherheitsempfinden vieler Bürgerinnen und Bürger, hält der Gemeinderat fest. Ein Teil dieses Problems werde mit der Jugendarbeit und ein anderer Teil mit polizeilicher Präsenz gelöst. Trotzdem könnten Gewaltausbrüche nicht in jedem Fall verhindert werden.