Auszeichnung
Wer wird Limmattaler des Jahres 2016?

Sieben Limmattalerinnen und Limmattaler stehen zur Wahl – Sie entscheiden, wer Sie dieses Jahr beeindruckt hat.

Sophie Rüesch
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Drei der sieben Kandidaten für den Limmattaler des Jahres.

Drei der sieben Kandidaten für den Limmattaler des Jahres.

ZVG

Grosse Leistungen sollen gewürdigt werden. Deshalb nominiert die Limmattaler Zeitung jedes Jahr sechs Personen oder Personengruppen, die im auslaufenden Jahr Besonderes geleistet haben. Diese erhalten damit die Chance, in die Fussstapfen der vergangenen Limmattalerinnen und Limmattaler des Jahres zu treten – wenn sie genug Leserinnen und Leser davon überzeugen können, dass ihr Engagement einer Auszeichnung bedarf.

Der Sieger im Jahr 2015: Thomas Mattle Das regionale Turnfest in Weiningen war der Grossanlass des vergangenen Jahres. Entsprechend haben unsere Leserinnen und Leser die Leistung von OK-Chef Thomas Mattle mit ihrer Stimmabgabe gewürdigt: 189 von insgesamt knapp 500 Voten gingen 2015 an ihn.

Der Sieger im Jahr 2015: Thomas Mattle Das regionale Turnfest in Weiningen war der Grossanlass des vergangenen Jahres. Entsprechend haben unsere Leserinnen und Leser die Leistung von OK-Chef Thomas Mattle mit ihrer Stimmabgabe gewürdigt: 189 von insgesamt knapp 500 Voten gingen 2015 an ihn.

Daniel Desborough

Zuletzt ging der Titel an Thomas Mattle, der den damit verbundenen Preis stellvertretend für das gesamte Organisationsteam des Regionalturnfests in Weiningen entgegennahm.

Im Jahr zuvor kam die Ehre dem Ehepaar Josef und Silvia Zihlmann zu, das sich seit Jahren für rumänische Strassenhunde einsetzt. Sie verpassten damals nur ganz knapp den bis heute ungeschlagenen Stimmenrekord, den die Birmensdorfer Aktivistin Hélène Vuille im Jahr 2013 aufgestellt hatte. Ihr unermüdliches Engagement für Obdachlose und gegen das sinnlose Verschwenden von Lebensmitteln hatte in jenem Jahr besonders viele Leserinnen und Leser berührt und beeindruckt – 446, um genau zu sein. Weitere Gewinner waren Drogerist Philipp Locher (2012), Schwester Elisabeth Müggler (2011), Bibliothekarin Heidi Berri (2010) und Schützenkönig Yves Miller (2009).

Vanja Crnojevic Vanja Crnojevic kam als 12-Jährige als Flüchtling in die Schweiz. Heute hilft die ausgebildete Hotelfachfrau aus Schlieren selbst Flüchtlingen. Als sie von den unhaltbaren Zuständen auf der Balkanroute erfuhr, startete sie zunächst im Alleingang einen Spendenaufruf auf Facebook und leistete mit dem zusammengekommenen Geld ihren ersten Hilfseinsatz im serbischen Presevo. Im September 2015 gründete sie mit anderen Engagierten das Hilfswerk «Borderfree Association», das in Presevo und im griechischen Idomeni mittlerweile eigene Hilfsstationen aufgebaut hat. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Vereins kochen dort für die Flüchtlinge, unterrichten Kinder und verteilen Lebensmittel und Hygienepäckli.
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Beatrice (links) und Charles Rätz (mitte) Sie wollen in der saubersten Gemeinde des Limmattals wohnen: Beatrice (74) und Charles Rätz (78) aus Urdorf. Dabei überlassen sie nichts dem Zufall. Zweimal pro Woche sammeln sie in ihrer Gemeinde freiwillig Müll zusammen. Ein schöner Nebeneffekt für das seit 56 Jahren verheiratete Paar: So würden sie sich auch gleich etwas bewegen können. Mittlerweile haben die beiden schon zwei weitere Mitstreiter überzeugen können, sie mit Abfalleimer und Greifzange auf Putztour zu begleiten. Auch sonst engagiert sich das Paar, das vor 50 Jahren nach Urdorf zog, in der Gemeinde: Zusammen gründeten sie die Steelband Calaloo, die gebürtige Stadtzürcherin Beatrice Rätz hob die Spielbühne Urdorf aus der Taufe.
Priorin Irene Gassmann Die katholische Kirche soll künftig nicht mehr über die Frauen entscheiden, sondern mit ihnen: Das war das zentrale Anliegen des Pilgerprojekts «Kirche mit*», das engagierte Kirchenleute diesen Frühsommer auf die Beine stellten. Die Priorin des Klosters Fahr wirkte dabei im Kern-Organisationsteam mit. Sie schnallte dafür auch selbst die Wanderschuhe an und nahm an Etappen des zwei Monate dauernden Marsches von St. Gallen in den Vatikan teil. Das Pilgerprojekt war ein voller Erfolg: Zwar wurde aus der ersehnten Audienz mit Papst Franziskus nichts, doch die Teilnahme von über 1000 Pilgern und Pilgerinnen, haufenweise positive Rückmeldungen und das grosse Medienecho übertrafen die Erwartungen bei weitem.
Michael Heisch Zuerst sah es ganz danach aus, als würde der Jazzclub Allmend in Oberengstringen den Ausstieg von vier der acht Vorstandsmitglieder nicht überleben: Die Suche nach Nachfolgern gestaltete sich harzig, vor allem Präsident Martin von Aesch schien nicht zu ersetzen zu sein. Doch dann trat Michael Heisch auf die Bühne. Der 53-Jährige, der die Jazzschule in St. Gallen absolviert hat und langjährige Erfahrung als Kulturfunktionär mitbringt, konnte nicht tatenlos zuschauen und bot an, das Präsidium zu übernehmen. Eine Traumbesetzung nennt ihn Noch-Präsident von Aesch – und das nicht nur, weil Heisch im Schulhaus Allmend, in dem der renommierte Club seit 1988 Konzerte veranstaltet, unterrichtet und gleich nebenan wohnt.
Ernst Scherrer Ernst Scherrer ist in Dietikon kein Unbekannter: Jahrelang war er Zivilschutzchef, ist Ehrenmitglied der Stadtjodler, ehemaliger Präsident des Trachtenvereins und engagierte sich unter anderem im Seniorenrats-Projekt Klassenbegleitung. Auch in seinen Mittachzigern wird er nicht müde, sich für andere Menschen einzusetzen: 2015 hat er das Projekt «Zusammen unterwegs» initiiert, bei dem er mit Flüchtlingen spazieren geht. Nicht nur, damit sie einmal aus der unterirdischen Unterkunft kommen, deren bedrückende Wirkung er aus seinen Zivilschutzzeiten allzu gut kennt. Bei den Ausflügen leistet Scherrer auch wertvolle Integrationsarbeit: Er bringt den Dietiker Flüchtlingen Deutsch bei und erklärt ihnen hiesige Gepflogenheiten.
Rolf Steiner Seit Jahrzehnten prägt Rolf Steiner die Dietiker Politik. Gleichzeitig mit seinem Zehn-Jahres-Jubiläum als Kantonsrat kommt dem SP-Politiker eine besondere Ehre zu: Im Mai wählten ihn 152 der anwesenden 174 Kantonsräte und Kantonsrätinnen zum Ratspräsidenten. Der «höchste Zürcher» leitet in seiner ein Jahr dauernden Funktion die Kantonsratssitzungen und nimmt repräsentative Aufgaben wahr. So war er etwa dabei, als der Dalai Lama im Oktober Zürich besuchte. Auch für seinen Heimatbezirk darf der Chemiker als Ratspräsident nun kräftig die Werbetrommel rühren: etwa beim gesellschaftlichen Anlass des Kantonsrats, an dem er seinen Kolleginnen und Kollegen gleich sieben Besichtigungen in der Region zur Auswahl stellte.

Vanja Crnojevic Vanja Crnojevic kam als 12-Jährige als Flüchtling in die Schweiz. Heute hilft die ausgebildete Hotelfachfrau aus Schlieren selbst Flüchtlingen. Als sie von den unhaltbaren Zuständen auf der Balkanroute erfuhr, startete sie zunächst im Alleingang einen Spendenaufruf auf Facebook und leistete mit dem zusammengekommenen Geld ihren ersten Hilfseinsatz im serbischen Presevo. Im September 2015 gründete sie mit anderen Engagierten das Hilfswerk «Borderfree Association», das in Presevo und im griechischen Idomeni mittlerweile eigene Hilfsstationen aufgebaut hat. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Vereins kochen dort für die Flüchtlinge, unterrichten Kinder und verteilen Lebensmittel und Hygienepäckli.

Chris Iseli

Nun sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, wieder an der Reihe, zu bestimmen, wer den Titel dieses Jahr verdient hat. Ihre Stimme können Sie brieflich abgeben. Dazu schicken Sie eine Postkarte mit dem Stichwort «Limmattaler des Jahres», dem Namen Ihres Favoriten oder ihrer Favoritin sowie Ihrer eigenen Adresse und Telefonnummer an:

Limmattaler Zeitung
Redaktion
Heimstrasse 1
8953 Dietikon

Sie können auch elektronisch wählen: Senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff «Limmattaler des Jahres», Ihrem Favoriten für den Titel sowie Ihrer Adresse und Telefonnummer an:

redaktion@limmattalerzeitung.ch

Mitmachen lohnt sich: Auch Sie können bei einer Teilnahme etwas gewinnen. Wer seine Stimme abgibt, nimmt nämlich automatisch an der Verlosung einer Übernachtung für zwei Personen im Hotel Rigi Kaltbad inklusive Frühstück, Nachtessen und Eintritt ins Mineralbad mit Spa teil.

Dem oder der Gewählten wird der Sieg ebenfalls mit einem Preis versüsst: Er oder sie darf eine Nacht im See- und Seminarhotel FloraAlpina in Vitznau verbringen.

Einsendeschluss ist der Donnerstag, 8. Dezember 2016 (es gilt das Datum des Poststempels). Jede Person darf nur eine Stimme abgeben. Es wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.