Engstringen

Wenn Smartphone-Apps plötzlich zu leben beginnen

Am Chränzli des Engstringer Turnvereins stand die moderne Technik im Mittelpunkt Smartphones sind aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Auch am Chränzli des TV Engstringen prägten für einmal diese kleinen viereckigen Fenster das Geschehen.

Für viele junge Menschen gehört ein Smartphone mit seinen verschiedenen Apps zur täglichen Unterhaltung. Früher hat man dafür noch einen Brief geschrieben, heute passiert auf dem elektronischen Weg alles einfach viel schneller. Grund genug für den TV Engstringen, die Geräte in den Mittelpunkt des traditionellen Chränzli zu rücken. «Das moderne Motto war ein relativ einfacher Entscheid, den wir vor rund einem Jahr gefällt haben», sagt Chränzli OK-Präsidentin Melanie Aerne.

Alle Abteilungen der Turnvereine Unter- und Oberengstringen waren somit gefordert, ihren Programmteil mit einem Smartphone-App zu kombinieren. Daneben sorgte immer wieder der «rote Faden» für beste Unterhaltung. Daniela Heusi, Corinne Lüthi, Luzia Egli, Mike Wirz und Chrigel Hefti erklärten den Zuschauern in verschiedenen Sketches, warum man auf einer Wanderung mit 21 000 Schritten das Mobiltelefon unbedingt mit den neusten Apps ausgerüstet haben muss.

Es waren die Jüngsten, die gleich zu Beginn des Chränzli mit dem App «Hippiegsschpängstli» für den «Jö-Effekt» sorgten. Mit Peter Rebers Kinder-Hit ernteten die kleinsten Teilnehmer verdientermassen grossen Applaus. Noch vor der ersten Pause wussten aber auch die Apps «Smilie» und «Wanderer» zu gefallen. Man merkte, wie viel Herzblut in den einzelnen Darbietungen steckte. Und wenn etwas nicht nach Wunsch lief, kullerten aus Enttäuschung schon mal Tränen über die Wangen. Für einen weiteren Höhepunkt sorgten die jungen Geräteturnerinnen, die mutig auf dem Stufenbarren in luftiger Höhe ihr Können demonstrierten. Seine Verbundenheit zu Unterengstringen zeigte kurzerhand auch Gemeindepräsident Peter Trombik. Er war sich nicht zu schade, am Buffet Getränke zu verkaufen.

Für die Elite beider Turnvereine schlug nach der Pause die grosse Stunde. Bei der Frauenriege kam vor allem die poppige Musik aus dem Computerspiel Tetris gut an. Aber auch die Männerriege, die sich mit männlicher Haremsdame in 1001 Nacht wähnten, gefielen dem Publikum. «Für jeden Fehler bekomme ich ein Bier», schmunzelte die ehemalige Turnlehrerin Trix Müller, die zusammen mit Manfred Jakob für die Choreografie zuständig war. Wie viele Flaschen es am Ende waren, bleibt ein Geheimnis.
«Besonders gut haben mir die Aktiven mit dem App «Angry Birds» gefallen. Aber auch alle anderen Mitwirkenden haben eine tolle Leistung gezeigt», sagte OK-Präsidentin Aerne nach der Premiere. Wie bei jedem Chränzli sorgte der Behindertensportclub Limmattal für grosse Aufmerksamkeit. Zu «Singing in the Rain» tanzten sie bunt gekleidet mit weissen Schirmen und ernteten dafür viel Applaus. Ebenfalls viel Beifall erhielt Esther Nogara für ihre vierzehn Jahre als Chränzli-Präsidentin.

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