Elektroauto

Wenn ein Auto umweltschonend durch das Limmattal braust

Der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin zum Thema Sonnenenergie

Der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin zum Thema Sonnenenergie

Das Elektromobilität soll von Schlieren aus den Kanton Zürich erobern. Ab Juli 2011 steht im Limmattal die erste Carsharing-Flotte von Elektroautos für Kunden bereit.

Auf einem Parkplatz im aufstrebenden Schlieremer Quartier Rietbach sind Autos aufgereiht: Kleinwagen, auch Sportwagen stehen zum Test bereit. Die Probefahrt ist geräuschlos, denn bei den Fahrzeugen handelt es sich ausnahmslos um Elektrofahrzeuge. Das hat seinen Grund: Auf der anderen Strassenseite, im Newtechclub, wird im Rahmen der «Tage der Sonne» gerade das heranbrechende Zeitalter der Elektromobilität angepriesen. Von Schlieren aus soll die Elektromobilität im Kanton salonfähig gemacht werden. Dazu wurden gestern drei Ankündigungen gemacht.

Neu: Elektroautoflotte für Firmen

Ab Juli 2011 ist Schlieren der erste Standort für ein Elektro-Carsharing-Angebot im Kanton Zürich. Es soll aus drei bis fünf Elektrofahrzeugen bestehen, die im Zentrum auf Kunden warten werden. Dies erklärt Andreas Haruksteiner, der für dieses Projekt «Emobilität Zürich» verantwortlich ist. Am Projekt beteiligt sind die Post, die EKZ und der Schlieremer Elektroautohersteller Kamoo.

In Bern und Basel sind bereits Elektroauto-Flotten im Einsatz. Haruksteiner sucht neben Schlieren weitere Gemeinden als Standortpartner. Mit dem Shoppi Tivoli Spreitenbach ist Haruksteiner nach eigenen Angaben bereits im Gespräch. Im Limmattal stehen öffentliche Strom-«Zapfsäulen» der EKZ in Dietikon und Birmensdorf zur Verfügung.

Zudem: Gemäss Haruksteiner können Firmen, die auf eine eigene Elektroautoflotte verzichten wollen, eine solche mieten. Sie beziehen ein «Sorglospaket», das Organisation und Fahrzeugunterhalt mit einbezieht. Dass Elektroautos Zukunft haben, wurde gestern auch anhand von technischen Daten aufgezeigt: So sei Strom bis fünf Mal effizienter als herkömmliche Energieträger und die Reichweite von Elektroautos genüge in 80 Prozent der Alltagsreisen.

Tipp: Mobilität in Unternehmen

Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich sieht angesichts des steigenden Mobilitätsbedürfnisses Handlungsbedarf. Eine Lösung: Firmen sollen die Mobilität im Arbeitsumfeld verbessern. Das Ziel: Eine Wegstrecke effizient zurückzulegen. Nur so lässt sich gemäss Mobilitätsberater Stefan Schneider Geld sparen – und die Umwelt schonen. Schneider setzt bei Firmenfahrten und beim Pendeln auf einen Mix von (Elektro-)Fahrzeugen, Velos, öffentlichen Verkehr und anderen Massnahmen. Limmattaler Firmen, die sich beraten lassen wollen, erhalten laut Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin neu einen finanziellen Beitrag der Stadt.

«Tage der Sonne» Heute: Newtechclub Schlieren, Brandstrasse33, 9.30 bis 16.30 Uhr. Themen: Solarenergie, Energiezukunft Limmattal oder Solar- und Windwege.

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