Dietikon
Wenn die Geselligkeit Leben retten kann

Die Feuerwehr Dietikon zeigt der Bevölkerung an drei Musterbeispielen die Bandbreite ihres Könnens. «Es ist beeindruckend, wie sich Freiwillige in der Feuerwehr für die Allgemeinheit einsetzen», meint Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Heinz Illi.

Ly Voung
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Feuerwehrübung Dietikon

Limmattaler Zeitung

Glassplitter pflastern die Kreuzung an der Überlandstrasse. Die Zuschauer schauen gespannt zu, wie die Feuerwehr ihren ersten Einsatz der Hauptübung meistert. Zwei Personenwagen sind nach einem Verkehrsunfall ineinander verkeilt, eines davon gekippt - so die Ausgangslage.

Die Feuerwehr sperrt die Limmatfeldstrasse und eine Spur der Überlandstrasse, der Verkehr wird umgeleitet. Sieben Feuerwehrmänner mit je einem Feuerlöscher bilden einen Brandschutz, falls eines der Autos zu brennen beginnt.

Das gekippte Auto wird gesichert und mit Stoppern stabilisiert. Die Feuerwehr kann nun elegant das stehende Auto vom gekippten lösen, ohne dass das gekippte stürzt.
Und schon wartet der nächste Teil der Übung. Beim Rapidplatz «brennt» ein Auto in der Tiefgarage. Der Einsatz von Atemschutz ist nötig. Über das Treppenhaus wird ein Wasserschlauch in die Tiefgarage geführt und das vermeintlich brennende Auto gelöscht.

Nach diesen zwei Einsätzen gibt es eine Pause für alle Beteiligten. Bei Wurst und Brot kommentiert Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Heinz Illi den Anlass: «Die Hauptübung ist ein Traditionsanlass und Höhepunkt für die Feuerwehr. Einmal im Jahr zeigt sie der Bevölkerung ihr Handwerk.» Und die Feuerwehr hinterlässt einen guten Eindruck. Besucherin Doris Stapfer lobt die Organisation und pflichtet Illi bei: «Es ist beeindruckend, wie sich Freiwillige in der Feuerwehr für die Allgemeinheit einsetzen.»

Fünf Beförderungen

Gestärkt vom Lob und Zvieri, meistert die Feuerwehr noch einen vermeintlichen Wohnungsbrand an der Mina-Hess-Strasse 6 im Limmatfeld. Die Rettungsaktionen im zweiten, dritten und fünften Stock verlaufen reibungslos. «Die Ziele sind erreicht.

Wir sind auf einem guten Ausbildungsstand», bilanziert Oberkommandant Roland Graf. Auch die externen Experten der Feuerwehr Opfikon pflichten dem bei: «Fachwissen und Teamarbeit sind super», findet Experte Fabian Hegi.

Das Geheimnis erfolgreicher Teamarbeit sieht Illi nicht zuletzt in geselligen Anlässen der Feuerwehr. «Geht es um Leben und Tod, muss man sich gut kennen», sagt Illi und verweist auf das noch folgende Nachtessen. Bei diesem feiern die 90 Männer und 14 Frauen der Feuerwehr ihre gelungene Hauptübung.

Besonderen Grund zur Feier haben denn auch die fünf beförderten Feuerwehrmänner: Dominik Fischli ist zum Wachtmeister befördert, Florian Hunsperger zum Leutnant, Silvan Spiess und Roger Wiederkehr zum Oberleutnant und Stefan Fahrni zum Hauptmann.

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