Die Urdorfer Rentnerin Heidi Baumgartner ist stolz auf ihren Garten – und auch auf ihr Gartenhaus. Bis vor zwei Jahren habe sie noch keines gehabt, sagt sie: «Mein Mann sagte immer, dass ich das doch nicht brauche. Aber jetzt haben wir doch eines, und er ist genauso froh darum wie ich.»

Hans Baumgartner sorgte denn auch dafür, dass das schmucke Holzchalet mit überdachtem Sitzplatz auch mit einer komfortablen Küche, einem Esstisch, einer Solaranlage und einer selbst konstruierten Sammelanlage für Regenwasser ausgerüstet wurde. Seit sie das Haus habe –die Gebäudehülle wurde fertig geliefert und montiert – feiere sie öfter mit ihrem «Weiberklub» auf ihrer Parzelle. «Früher mussten wir immer fliehen, wenn es zu regnen begann. Heute sind wir wetterunabhängiger», so Baumgartner.

Alles in allem kostete der Bau des Hauses und die Einrichtung der Infrastruktur das Paar bisher rund 15000 Franken. Damit ist es aber noch nicht getan, wie Baumgartner erklärt: «Mein Mann und ich entwickeln unser Häuschen stetig weiter. Vielleicht werden wir es sogar so ausrüsten, dass wir auch in den kalten Monaten darin Zeit verbringen können.»

Ähnlich intensiv nutzen auch Heidi Zaugg und ihr Mann Andreas Gadliger vom Familiengartenverein Betschenrohr in Schlieren ihr Gartenhaus: einen länglichen Holzbau mit flachem Dach umgeben von einer grosszügigen Parzelle. Das Haus hätten sie von ihrem Vorgänger übernommen, sagt Zaugg: «Heute dürfte man hier etwas so Grosses nicht mehr bauen.»

Im Winter auch ein Fondue-Stübli

Seit der Übernahme hätten sie das Haus aber kontinuierlich um- und ausgebaut. Neben dem neuen Sitzplatz kam im letzten Sommer die Reparatur eines Teils des Vordachs dazu, wie Zaugg erklärt: «Wir hatten nach einem Hagelsturm tennisballgrosse Löcher im Dach über dem Sitzplatz. Wir mussten gleich die ganze Abdeckung ersetzen.» Insgesamt hätten sie seit dem Kauf des Häuschens etwa 12000 Franken investiert.

Zaugg und ihr Mann kommen auch im Winter regelmässig ins Betschenrohr. Ihren Geburtstag im Februar feiern sie jeweils mit einem grossen Fondue-Essen. Dies ist nur möglich, weil das Haus isoliert und mit einem Holzofen versehen wurde. Der Kühlschrank und der Kochherd sind gasbetrieben, den Strom für das Licht liefert eine Solaranlage auf dem Dach. Das Stübli mit Eckbank bietet für mindestens sechs Personen Platz.

Einiges bescheidener ist das Gartenhaus, dass auf der Parzelle von Domingos Almeida da Silva im Familiengarten Färberhüsli in Schlieren steht: ein schlichter, aus Schalbrettern zusammengezimmerter Schuppen und ein Stoffpavillon.

Stolz ist Almeida da Silvas vor allem auf die Reben, die sich den Pavillon emporhangeln, und seine zwei Grillstellen vor dem Haus. «Zu Hause auf dem Balkon ist Grillieren nicht erlaubt. Deshalb komme ich bei schönem Wetter mit Freunden und meiner Familie hierher», sagt Almeida da Silva. Er gärtnere zwar, aber der Garten diene ihm vor allem als Freizeit-Sitzplatz.

Die Parzelle samt einem Teil des Schuppens hat er vor drei Jahren von einem Italiener übernommen. Das Gartenhaus, für welches er seinem Vorgänger damals 470 Franken bezahlte, hat Almeida da Silva für seine Zwecke umgebaut: «Die Frontwand und die Lagerregale darin habe ich selbst gezimmert. Das Material dafür habe ich aus Abfallmulden von Baustellen geholt», sagt er.