Schlieren
Welti und Perrin wollen weiter Entscheidungsträger bleiben

Sie können es nicht lassen. Obwohl sie bei den kommenden Stadtratswahlen nicht mehr antreten, wollen Jean-Claude Perrin und Robert Welti Entscheidungsträger bleiben: die beiden kandidieren an den Wahlen der reformierten Kirchenpflege vom 30. März.

Florian Niedermann
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Robert Welti (EVP, links) amtete zuletzt als Sozialvorstand im Stadtrat, während der parteilose Jean-Claude Perrin vom Bauvorstand abtritt.

Robert Welti (EVP, links) amtete zuletzt als Sozialvorstand im Stadtrat, während der parteilose Jean-Claude Perrin vom Bauvorstand abtritt.

ZVG

Perrin wurde nach dem Rücktritt des damaligen Liegenschaftsvorstands bereits vergangenen Dezember in stiller Wahl in dieses Amt gewählt. An den kommenden Erneuerungswahlen will er als Bisheriger wiedergewählt werden. Welti kandidiert neu für die Kirchenpflege.

Es sei ein harter Schritt vom Entscheidungsträger, der die Entwicklung einer ganzen Stadt mitprägte, zum einfachen Rentner, begründet Perrin seinen Entscheid, sich für die Kirchenpflege zur Verfügung zu stellen. «Als ich sah, dass bei der reformierten Kirche das Ressort Liegenschaften frei wird, dachte ich: warum nicht? Schliesslich kenne ich mich mit politischen Prozessen und dem Bauwesen aus meiner Zeit als Bauvorstand gut aus», so Perrin. Dass er bisher kein regelmässiger Kirchgänger war, habe die Kirchenpflege nicht gestört, sagt er. Auch Welti kandidiert aus ähnlichen Gründen wie Perrin: «Es ist interessant, wenn man auch weiterhin mitbestimmen und mit anderen gemeinsam etwas erreichen kann.» Er habe der Kirche schon immer sehr nahe gestanden, und wolle sich nun dort engagieren.

Vorfreude auf die Zusammenarbeit

Die gemeinsame Zeit im Stadtrat scheint die beiden Politiker nicht davon abzuschrecken, sich für Ämter im selben Gremium zur Wahl zu stellen – im Gegenteil: «Natürlich waren wir nicht immer gleicher Meinung. Das muss man aber auch nicht», sagt Welti. Die Zusammenarbeit zwischen ihnen habe immer gut funktioniert. Und auch Perrin sagt: «Es würde mich freuen, wieder mit Röbi zu arbeiten. Wir kennen uns und die Stossrichtung des anderen, was für die Arbeit in einem Gremium ein Vorteil ist.»

Was an der Ausschreibung der Wahlvorschläge der reformierten Kirchenpflege auffällt, ist, dass Welti sich für seine Partei, die EVP, aufstellen lässt. Bei Perrin ist allerdings keine Parteizugehörigkeit vermerkt. Was hat es damit auf sich? «Ich habe im Spätherbst meinen Austritt aus der Partei auf Ende meiner Amtszeit angemeldet», erklärt Perrin. Die näheren Gründe wolle er aber nicht erläutern.

Welti und Buchard geben Partei an

Für Welti war es hingegen klar, dass er für seine Partei für die Kirchenpflege kandidiert: «Für mich war es wichtig, zu zeigen, welche Gesinnung ich habe.» Neben Welti lässt sich bei den Kirchenpflege-Wahlen nur Elfriede Buchard (bisher) für ihre Partei – die FDP – aufstellen. Ursula Gütlin-Plüer, Willi Huber, Martina Caviezel Wasser und Linda Pröbsting-Christmann (alle bisher) kandidieren hingegen wie Perrin als Parteilose.

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