Weiningen

Welthits bringen gute Laune in die Kirche

Am Adventskonzert der Jugendmusik rechtes Limmattal sind nicht nur Weihnachtslieder zu hören.

Ihr Ziel, gute Laune zu verbreiten, haben die rund 30 Musikerinnen und Musiker der Jugendmusik rechtes Limmattal an ihrem Adventskonzert mehr als nur erreicht. Ein Grund dafür war wohl das vielfältige Repertoire. Zwar standen mit «Jingle Bells» und «All I Want for Christmas is You» auch typische Weihnachtslieder auf dem Programm, Welthits bekannter Komponisten und Interpreten machten jedoch den Grossteil des traditionellen Jahresendkonzertes aus.

Damit haben sie definitiv den Gusto der rund 100 Konzertbesucher am Sonntagabend in der reformierten Kirche Weiningen getroffen. «Ich fand das Konzert hervorragend», lobte Marco Leusciatti. «Ich fand auch gut, dass sie nicht nur sakrale Stücke gespielt haben, das macht Lust auf mehr.» Keck und frisch war aber nicht nur die Musik. Auch die beiden Moderatorinnen Alexandra und Caroline Scherer, die durch das Programm führten, wussten das Publikum mit ihrer aufgestellten Moderation auf die bevorstehenden Takte bestens einzustimmen.

Erfrischende Fröhlichkeit

Nebst Blasmusikklassikern wie dem «Glenn Miller Medley», bei dem sich die Solisten Sven Urech und Roger Loeliger hervortaten, dem jazzig angehauchten «Happy Go Lucky Rag» von Dennis Armitage, schweifte die Jugendmusik musikalisch auch über die grünen Wiesen von Irland und weckten mit «Irish Fantasy» bei einigen Gästen vielleicht sogar ein wenig Fernweh.

Vor allem die drei Soloeinlagen von Felix Scherer an der Trompete, Florance Leuzinger an der Klarinette und Brigitte Weber am Flügelhorn haben diese akustische Reise angereichert. Eigentlich für elektronische Musik geschrieben, haben die jungen Musikanten aber auch «Voices» des griechischen Komponisten Vangelis mit viel Schwung und Lebendigkeit interpretiert.

Ebenso liessen sie sich vom technisch herausfordernden Stück «Celtic Moods» nicht abschrecken, im Gegenteil. Für die authentische Umsetzung waren auch hier mitunter die Solisten Felix Scherer an der Trompete, Dominic Jungen am Euphonium und Nicole Pfeiffer an der Klarinette besorgt. Als feierliches Schlussbouquet, wie könnte es in einer Kirche anders sein, sorgte das Stück mit dem bezeichnenden Titel «Amen».

Unkonventionelle Titelauswahl

Kurzweilig unterhaltsam und gleichzeitig mit fröhlicher Energie interpretiert schafften die jungen musikalischen Talente zweifelsohne auch in dieser kalten Jahreszeit eine wohlig wärmende und feierliche Atmosphäre. Mitverantwortung an diesem Erfolg hatte jedoch auch der Dirigent, Patrick Walther. Erst seit August amtet er als Leiter des Orchesters. «Das Resultat war super», lobte er seine Musikanten, «dem Applaus nach zu urteilen hat es auch den Zuhörern gut gefallen.» Die etwas unkonventionelle Titelauswahl in der Adventszeit sei zusammen mit den jungen Musikern getroffen worden, erklärte er.

Mit Lob hielten sich beim anschliessenden Apéro auch die Gäste nicht zurück. «Es war sehr schön, für mich jedes Jahr ein Highlight», strahlte Sibylle Jungen. Das nächste grosse Projekt der Jugendmusik sei nun das Weltmusikfestival in Zürich, wie Walther noch anfügte. Sollte während des Konzerts noch ein unentdecktes junges Talent seine Leidenschaft für die Musik gespürt haben, hätte es im Ensemble immer Platz für neue Aspiranten, unterstrich die Präsidentin der Jugendmusik, Karin Engeli.

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