In den kommenden Monaten haben die beiden Gremien nun Zeit, eine neue Gemeindeordnung auszuarbeiten, über welche die Urdorfer am 29. November an der Urne befinden. Im Vorfeld wurde das Thema kontrovers diskutiert.

Die Schulpflege monierte, dass die Einheitsgemeinde der Qualität der Schule schade. Der Gemeinderat verwies darauf, dass sich viele Synergien nutzen liessen. Nun hat das Volk gesprochen und den beiden Gremien einen Auftrag erteilt.

Der Trend hin zur Einheitsgemeinde ist im Kanton Zürich seit Anfang der 2000er-Jahre zu beobachten. Für die einen ist dies Grund zur Sorge, für die anderen Grund zur Freude. Da keine Gemeinde gleich ist wie die andere, sind Einheitsgemeinden unterschiedlich ausgestaltet, was sich in der Gemeindeordnung niederschlägt.

Gut die Hälfte der Urdorferinnen und Urdorfer stellt sich die Frage, ob eine neue Gemeindeordnung der aktuellen Lebensrealität der Bewohner besser entsprechen wird, als es die heutige tut. Das ist gut so: Verschliesst man sich dieser Fragestellung von Anfang an, werden Möglichkeiten auf Weiterentwicklung verspielt. Selbst wenn die Stimmbürger der neuen Gemeindeordnung im November eine Abfuhr erteilen sollten, so lohnt es sich, zu erforschen, ob eine Weiterentwicklung der Gemeinde Vorteile bringen würde.