Wachstum
Welche Gemeinden dieses Jahr wachsen – Oetwil hat neu über 2500 Einwohner

Um 160 Personen hat Aeschs Bevölkerungszahl 2018 zugenommen – neu sind es 1500 Einwohner. Auch andere Limmattaler Gemeinden haben im laufenden Jahr bereits grosse Meilensteine erreicht.

David Egger
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Unterengstringen knackte dieses Jahr die 3800-Einwohner-Grenze. Zuletzt wurde die Überbauung Riverside zwischen Limmat und Langwisenstrasse bezogen.

Unterengstringen knackte dieses Jahr die 3800-Einwohner-Grenze. Zuletzt wurde die Überbauung Riverside zwischen Limmat und Langwisenstrasse bezogen.

Vor kurzem haben der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum) und die Gemeindeschreiberin Suzana Sturzenegger die 1500. Einwohnerin von Aesch begrüsst – mit Kaffee, Kuchen und Blumenstrauss. Die Frau, der diese Ehre zuteilwurde, heisst Virginia Vogel. Mit Ehemann Leendert Vogel und Sohn Oscar Vogel ist sie am 1. November nach Aesch gezogen. Einen langen Weg hatte sie nicht bei der Züglete: Zuvor wohnten Vogels in Birmensdorf.

Auch Birmensdorf hat dieses Jahr bereits eine spezielle Grenze überschritten. So zog Einwohner Nummer 6500 ins Dorf. Aktuell liegt die Einwohnerzahl bei 6553. Zur Einschätzung: Ende 2017 waren es noch 6385.

1600 Einwohner bereits absehbar

Den Schritt zur 1500. Aescherin bezeichnet der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn als «Meilenstein in der Bevölkerungsentwicklung». Ende 2017 hatte Aesch noch 1341 Einwohner. Somit ist das Dorf in weniger als einem Jahr um rund 160 Personen gewachsen. Als langfristige Zielgrösse gibt die Gemeinde 2200 Einwohner an. Diese Zahl erreicht das Dorf, wenn dereinst das Gebiet Heligenmatt-Feltsch ganz überbaut ist. So weit wird es aber frühestens im kommenden Jahrzehnt sein.

Als Nächstes kommt die 1600er-Grenze. Diese liegt jetzt nicht mehr weit weg. «Wenn das, was zurzeit gebaut wird oder schon bewilligt ist, fertiggestellt ist, wird die Einwohnerzahl bei zwischen 1600 und 1700 liegen», sagte Gemeindepräsident Jahn gestern.

Eine besonders magische Grenze hat Urdorf vor sich. Das Leitbild der Gemeinde sieht vor, bis 2020 eine Einwohnerzahl von 10'000 zu erreichen. «Aufgrund der gegenwärtigen Bautätigkeit und der Siedlungsentwicklung in Urdorf erscheint eine künftige Einwohnerzahl von 10 000 als realistisch. Wann diese Zahl erreicht werden wird, kann heute aber noch nicht prognostiziert werden», sagt Patrick Müller, Leiter Stab der Gemeinde Urdorf. Aktuell sind es 9755 Einwohner. Das sind 13 weniger als noch Ende 2017.

Andere Gemeinden stagnieren

Ein nicht minder historischer Schritt steht der Gemeinde Geroldswil bevor. Noch wäre es aber zu früh, um den Blumenstrauss für die 5000. Einwohnerin oder den 5000. Einwohner zu bestellen. Im laufenden Jahr ist die Einwohnerzahl von 4918 auf 4910 gesunken. Spätestens 2020, wenn die 27 Wohnungen auf dem gemeindeeigenen Baufeld Ost und die 13 neuen Wohnungen der Zürcher Kantonalbank gleich nebenan fertig sind, wird die 5000er-Grenze aber sehr nahe oder bereits erreicht sein.

Mit ihren zurzeit noch stagnierenden Zahlen sind Urdorf und Geroldswil nicht alleine. In Dietikon ist die Einwohnerzahl im laufenden Jahr von 26 936 auf aktuell 26 919 gesunken. In Bergdietikon wurden Ende Januar 2833 Einwohner gezählt, Anfang Oktober waren es 2832. Und in Schlieren ging die Zahl von 18 666 auf 18 495 zurück.

Oetwil erreicht 2500er-Grenze

Wie in Aesch und Birmensdorf ist in anderen Gemeinden ein klarer Wachstumstrend zu verzeichnen. Oberengstringen hat derzeit 6760 Einwohner (Ende 2017: 6569), in Weiningen sind es 4838 Einwohner (Ende 2017: 4760) und in Uitikon leben derzeit 4306 Personen (Ende 2017: 4239). Eine besondere Grenze hat Oetwil überschritten: Hier ist die Einwohnerzahl von 2464 auf neu 2535 angestiegen. Ebenso verzeichnet Unterengstringen ein merkliches Wachstum: von 3788 auf 3869. Einen wesentlich Teil dazu beigetragen hat die Überbauung Riverside, die diesen Herbst bezogen wurde.

Unterjährige Zahlen sind zwar grundsätzlich mit etwas Vorsicht zu geniessen. Die aktuellen Momentaufnahmen zeigen aber schon, dass das Wachstum im Bezirk Dietikon weitergehen wird. Kommt hinzu: In Dietikon, wo die Zahl stagniert respektive leicht zurückgeht, steht ab 2019 ein grosses Wachstum an: Dann werden die letzten Überbauungen im Limmatfeld fertig, was 700 bis 800 zusätzliche Menschen ins neue Quartier und damit in die Stadt bringt.