Doppelspur

Weitere Umleitungen erwarten Dietikon – und ein zweites Gleis für die Bremgarten-Dietikon-Bahn

Die Gesamtkosten werden mit rund 45 Millionen Franken beziffert.

Die Gesamtkosten werden mit rund 45 Millionen Franken beziffert.

Zwei Gleise mitten auf der Bremgartnerstrasse in Dietikon: Die Pläne zum BDB-Ausbau liegen ab Montag auf.

Auf und entlang der Bremgartnerstrasse in Dietikon sind in den vergangenen Tagen Holzpflöcke eingeschlagen und Farbmarkierungen angebracht worden. Diese zeigen, wie die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BDB) dereinst verkehren soll.

Denn die heutige rund 1600 Meter lange Einspurstrecke soll vom Dietiker Stadtzentrum bis leicht über die Kreuzung Bremgartner-/Bernstrasse hinaus zur Doppelspur ausgebaut und teilweise neu positioniert werden. Die entsprechenden Pläne liegen ab kommenden Montag für 30 Tage im Dietiker Stadthaus öffentlich auf. Während der Planauflage können Einsprachen erhoben werden sowie sämtliche enteignungsrechtlichen Einwände sowie Entschädigungsbegehren geltend gemacht werden.

Die Betreiberin der BDB, der Aargau Verkehr AG (AVA), gibt sich zuversichtlich. «Mit vielen betroffenen Eigentümern konnte bereits eine einvernehmliche Regelung gefunden werden», sagt Mathias Grünenfelder, stellvertretender CEO und Leiter Grossprojekte bei AVA. Zudem seien weitere Projektoptimierungen auch nach der Auflage im Rahmen des Bauprojektes noch möglich.

Die Bahn ist auf beiden Fahrspuren unterwegs

Die BDB soll neu gemäss dem Projekt «Doppelspur Dietikon», das im September 2017 öffentlich vorgestellt wurde, ab Kirchplatzkreuzung bis kurz vor der Station Stoffelbach auf zwei Gleisen auf beiden Fahrspuren der Bremgartnerstrasse verkehren. Die Bahn fährt damit jeweils in die selbe Richtung, wie der übrige Strassenverkehr – sie kommt anders als heute nicht mehr auf der falschen Strassenseite entgegen. Da die BDB auf beiden Fahrspuren unterwegs ist, werden auch die Haltestellen Schöneggstrasse und Bergfrieden neu in die Strassenmitte verlegt.

Kurz vor der Station Stoffelbach erhält die BDB gemäss den vorliegenden Plänen ein Eigentrasse. Die Haltestelle Stoffelbach, die heute östlich der Bremgartnerstrasse liegt, wird im Zuge der Bauarbeiten auf die westliche Seite verlegt. Damit wird die Bahn die Kreuzung Bremgartner-/Bernstrasse nicht mehr überqueren müssen.

Damit könne erreicht werden, dass dieser Verkehrsknoten entlastet werde, hält Grünenfelder fest. Und er verweist auf weitere «wichtige Ziele des Projektes». So könnten dank der durchgehenden Doppelspur die Fahrplanstabilität verbessert und neue Kreuzungsmöglichkeiten geschaffen werden. Und mit dem Neubau der Haltestellen würden die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes erfüllt, mit der Verlängerung der Haltestellen auf die Regellänge von 110 Metern werde die Kapazität erhöht. Im Weiteren werde auch die Verkehrssicherheit für alle erhöht, so ist beispielsweise bergwärts ein Velostreifen vorgesehen.

Nach Limmattalbahn-Bau folgt Doppelspur-Ausbau

Die Projektierung des Doppelspurausbaus startete bereits 2014. Die AVA hatte dabei den Lead. Das Vorhaben sei aber in intensiver Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt des Kantons Zürich, dem Zürcher Verkehrsverbund und der Stadt Dietikon entwickelt worden, heisst es in einer gestern verschickten Medienmitteilung der AVA.

Für den BDB-Ausbau wird mit Gesamtkosten von rund 45 Millionen Franken gerechnet. Er schliesst unmittelbar an den Bau der Limmattalbahn an, die Ende 2022 ihren Vollbetrieb aufnehmen wird. Der Doppelspurausbau auf der Bremgartnerstrasse ist gemäss aktuellem Zeitplan in den Jahren 2023 und 2024 vorgesehen. Dabei wird für Dietikerinnen und Dietiker etwas gleich bleiben: Es werde in dieser Zeit, heisst es in der Mitteilung der AVA, «mit Umleitungen und Sperrungen zu rechnen sein».

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