Sie waren nicht zu übersehen, die Feuerwehrinstruktoren in ihren schwarz-blau-roten Uniformen, die grüppchenweise zwischen Pfarreiheim, Schulhaus Haufländli und verschiedenen Übungsobjekten im Spreitenbacher Dorfkern unterwegs waren. An der Liegenschaft Dorfstrasse 101 markierten sie zum Beispiel mit A4-Blättern Rauch und Feuer und zeichneten Pläne.

«Rauch wird jetzt als Rauch angeschrieben und nicht mehr nur mit einem ‹R› markiert wie bisher», erinnerte einer der Instruktoren seine Kollegen bei der Übungsbesprechung.

Sie sind mehr als Brandbekämpfer

«Der zweitägige Kurs ist für alle Feuerwehrinstruktoren obligatorisch», sagt Urs Ribi, Feuerwehrinspektor und Leiter der Abteilung Feuerwehrwesen bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV): «Wir vermitteln hier Stoff aus dem neuen, in der ganzen Schweiz gültigen Reglement.» Neben dem Markieren von Objekten für Feuerwehrübungen standen zwei weitere Themen im Mittelpunkt der Weiterbildung: erstens die Beurteilung eines Objekts. «Die Offiziere müssen einschätzen können, wie sich ein Ereignis entwickelt», sagt Hans Hitz, Leiter Ausbildung der AGV, und betont, dass die Feuerwehr weit mehr als nur Feuer bekämpft, sondern als Rettungsdienst anzusehen ist.

Zwölf Prozent Frauen

Zweitens stand das richtige Lesen des Hydrantenplans auf dem Programm, um einen guten Anschluss an die Wasserversorgung sicherzustellen. Urs Ribi ergänzt: «Es ist wichtig, dass die Ausbildung sehr genau ist, denn wir arbeiten im Schneeballsystem.» Was am Kurs in Spreitenbach vermittelt wird, geben die Instruktoren bis im März an die Feuerwehroffiziere der Korps weiter, die ihrerseits für die Ausbildung der 11 000 aktiven Feuerwehrleute zuständig sind. Ribi erwähnt noch, dass unter den neu eingeteilten Feuerwehrleuten im Kanton Aargau zwölf Prozent Frauen sind, Tendenz steigend. Beim Kader seien diese noch weniger vertreten. So sind bei den Aargauer Feuerwehrinstruktoren die Männer im Moment noch unter sich. Die in Teilzeit von der AGV angestellten Instruktoren sind alle selber Feuerwehroffiziere.

Am Kurs zu Besuch war auch der Spreitenbacher Gemeindeammann Valentin Schmid. Als ehemaliger Vizekommandant der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen kennt er sich beim Thema bestens aus.