Weiningen ist eine Limmattaler Turnerhochburg. Auch Feste weiss man im Weindorf gebührend zu feiern. Kombiniert man diese beiden Eigenschaften, kommt ein Turnfest dabei heraus. In diesem Fall ist es nicht irgendein Turnfest, sondern jenes des Regionalverbandes Glatt-, Limmattal und Stadt Zürich (GLZ). In knapp drei Jahren wird der Grossanlass in Weiningen über die Bühne gehen.

Obschon es bis dahin noch eine Weile dauert, hat das Organisationskomitee um Präsident Thomas Mattle schon alle Hände voll zu tun. Und auch die Vorfreude der Bevölkerung scheint bereits geweckt worden zu sein, wie der gestrige Anlass im Oberstufenschulhaus zeigte. Dorthin lud das OK, um gemeinsam auf die letzten 1000 Tage bis zum Start des Turnfestes anzustossen und eine Countdown-Uhr zu enthüllen. Gegen 150 Personen sind der Einladung gefolgt, um sich über den Grossanlass informieren zu lassen.

Auf Unterstützung wird das OK auch angewiesen sein, um einen reibungslosen Ablauf des Turnfestes gewährleisten zu können. Dies belegen die Zahlen, die Mattle präsentierte. «Vor, während und nach dem Turnfest werden rund 1000 Helfer im Einsatz stehen und rund 15000 Arbeitsstunden leisten», sagte er. Der OK-Präsident stützte sich dabei auf die Erfahrungen aus Urdorf, wo das GLZ-Turnfest 2006 durchgeführt wurde.

1500 Übernachtungen erwartet

Einer, der damals im OK an vorderster Front mit dabei war, ist Roland Baumann. Der heutige GLZ-Verbandspräsident weilte ebenfalls in Weiningen. «Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein solches Turnfest im Limmattal stattfindet», sagte Baumann. Umso wichtiger sei es, dass das OK die Unterstützung aller Turner und der Behörden habe. «Ein Turnfest ist auch eine Chance sein Dorf zu präsentieren», so Baumann.

Am Fest in Weiningen, das am 27. und 28. Juni sowie am 4. und 5. Juli 2015 über die Bühne geht, werden pro Wochenende rund 3500 Turner und eben so viele Zuschauer erwartet. «Vor allem am zweiten Wochenende, wenn rund 120 Aktivriegen im Einsatz sind, rechnen wir mit vielen Zuschauern», so Mattle.

Diese grosse Anzahl Leute wird sich während der beiden Wochenenden vornehmlich im Gebiet südlich des Schulhauses Schlüechti und östlich der Dietikonerstrasse aufhalten. Dort wird sich das Wettkampfgelände befinden. Dazu gehört unter anderem eine Rundbahn. Einzig die grossen Wurfanlagen werden westlich der Dietikonerstrasse errichtet. Dort soll zudem ein Zeltplatz entstehen, um die erwarteten 1500 Übernachtungen gewährleisten zu können. Allerdings ist das letzte Wort bezüglich der Lage der Wettkampfstätten noch nicht gesprochen. «Wir werden mit den Grundbesitzern sicher nochmals eine Begehung machen und dann definieren, wo was aufgestellt wird», so Mattle.

Am ersten Wochenende werden auf den Anlagen die Einzelturner im Einsatz sein. Wobei der Samstag im Zeichen der Leichtathletik-Mehrkämpfe stehen wird. «Einzig die Königsdisziplinen, der Zehnkampf der Männer und der Siebenkampf der Frauen, werden in Dietikon oder Regensdorf durchgeführt. Wir wollen den Sportlern optimale Wettkampfbedingungen bieten», sagte Mattle. Highlights des zweiten Wochenendes werden die Rangverkündigungen sowie die Schlussvorführung sein.

Grosses Rahmenprogramm geplant

Bis dahin werden die Besucher des Turnfestes rund 8000 Würste gegessen sowie 1300 Liter Wein, 10000 Liter Bier und Most und 21000 Liter Mineralwasser getrunken haben. Verköstigen können sich die Turner und Zuschauer im grossen Festzelt sowie im Wein-, Bier- oder Barzelt. «Zudem sind wir bestrebt, neben dem Turnen auch ein kulturell vielfältiges Programm auf die Beine zustellen», so Mattle. «Wir wollen der Turnerfamilie zeigen, dass wir nicht nur die Besten beim Turnen und Feiern sind, sondern auch beim Organisieren.»