Weiningen
Selbst gemachte Muffins, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln: Sie haben ihren eigenen Chilbi-Stand aufgebaut

Die beiden Sechstklässler Fabian Wymann und Ramiro Buechi haben am Mittwoch im Weininger Zentrum verschiedene Leckereien verkauft. Nächste Woche schlagen sie ihren Stand noch ein letztes Mal auf.

Sven Hoti
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Ein breites Angebot: Ramiro Buechi, Joline und Fabian Wymann haben sich für ihren Verkaufsstand ordentlich ins Zeug gelegt.

Ein breites Angebot: Ramiro Buechi, Joline und Fabian Wymann haben sich für ihren Verkaufsstand ordentlich ins Zeug gelegt.

Bild: Alex Spichale

Die Sonne brennt auf den kleinen Platz vor dem Gasthof Löwen in Weiningen nieder. Auf den Strassen herrscht geschäftiges Treiben. Es ist 15 Uhr, der kleine Hunger ruft. Vor dem Verkaufsstand von Fabian Wymann und Ramiro Buechi schart sich bereits die Kundschaft – hauptsächlich Klassenkameradinnen und -kameraden. «Ihr könnt hier nicht alles gratis nehmen. Jetzt müsst ihr auch mal dafür bezahlen», weist sie Fabian zurecht.

Der Sechstklässler hat am Mittwoch zusammen mit seinem Schulkollegen Ramiro einen Chilbi-Stand im Weininger Zentrum aufgebaut. Die beiden verkaufen selbst gemachte Leckereien und Getränke. Das Angebot reicht von Magenbrot über Schokoladenmuffins, Brownies, Zuckerwatte bis hin zu gebrannten Mandeln und Eistee.

«Wir haben am Dienstag mit dem Backen angefangen», erklärt Fabian. Gebrannte Mandeln und Magenbrot hätten sie gar zum ersten Mal gemacht. «Aber alles ist gut gegangen, nichts ist angebrannt», bescheinigt der 12-Jährige. Die Schwester habe auch mitgeholfen. Die Achtjährige steht ebenfalls am Stand und hilft souverän beim Verkauf mit.

Für den Verkauf mussten sie eine Bewilligung einholen

Alle Sechstklässler des Schulhauses Schlüechti hatten die Aufgabe, einen Teil ihrer Hausaufgaben bis Ostern selbst zu gestalten und ihre jeweiligen Projekte der Klasse vorzustellen. Manche hätten beispielsweise Vorträge vorbereitet oder Kunststücke auf dem Trampolin erarbeitet, erklärt Fabian. «Wir wollten schauen, ob wir es schaffen, so einen Stand aufzubauen.»

Die Klassenlehrerin gewährte den Primarschülerinnen- und schülern für ihre jeweiligen Projekte rund 40 Minuten pro Woche für die Vorbereitung. Fabian und Ramiro haben in dieser Zeit unter anderem das Verkaufsangebot geplant, eine Preisliste erarbeitet und die Hinweistafel gestaltet. Für den Verkauf auf dem Platz hätten sie bei der Gemeinde zudem eine Bewilligung einholen müssen, erzählt Fabian. Dabei klingt er schon fast wie ein gestandener Geschäftsmann.

Fabians und Ramiros Chilbi-Stand lockte am ersten Tag vor allem Klassenkameradinnen und -kameraden an.

Fabians und Ramiros Chilbi-Stand lockte am ersten Tag vor allem Klassenkameradinnen und -kameraden an.

Bild: Alex Spichale

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf wollen sie sich «etwas Cooles» kaufen, sagt Fabian. Was, wissen sie noch nicht. Doch wirklich viel zahlungskräftige Kundschaft scheint am Mittwoch nicht unterwegs zu sein. Der Jungunternehmer meint nach gut einer Stunde etwas enttäuscht: «Bis jetzt läuft es nicht so gut. Es sind erst wenige Leute gekommen.» Um 17 Uhr, nach rund drei Stunden Betrieb, bauen die Drei ihren Stand schliesslich wieder ab.

Wymann zieht am Donnerstag auf Nachfrage ein durchzogenes Fazit: «Ein paar Kollegen und Eltern sind zwar noch vorbeigekommen, aber sonst war nicht mehr so viel los.» Jetzt hoffen die Jünglinge auf mehr Kundschaft in der nächsten Woche. Je nach Wetter schlagen sie ihren Stand am Mittwoch oder Ostersamstag nämlich ein weiteres und voraussichtlich letztes Mal im Weininger Zentrum auf.