Kommentar
Weiningen hat nun die Chance auf eine Visitenkarte

Lange hat die Gemeinde Weiningen für eine Überdeckung des Gubristportals gekämpft. Nun warten alle gespannt auf den Frühling, bis das Bundesamt für Strassen die die Gestaltung der Überdeckung zeigen wird.

Alex Rudolf
Alex Rudolf
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Eingang des Gubristtunnels - fotografiert vom Gewerbehaus Weiningen aus

Eingang des Gubristtunnels - fotografiert vom Gewerbehaus Weiningen aus

Tabea Wullschleger

Die Schlachten des Weininger Gemeinderats für einen Deckel über dem Gubristportal und die Verschiebung des Halbanschlusses sind ausgetragen. Nun warten alle gespannt auf den Frühling: Dann wird das Bundesamt für Strassen (Astra) zeigen, wie es die Überdeckung ausgestalten will. Dies dürfte aber keine bösen Überraschungen bringen, da man sich in einer Absichtserklärung auf eine 100-Meter lange Überdeckung einigte.

Trotz dieser Sachlage darf sich die Exekutive nicht zurücklehnen. Wegen der komplexen Zusammenhänge und Abhängigkeiten verschiedener Projekte rund um den Gubrist auf den Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde muss sich Weiningen bereits heute Gedanken darüber machen, wie das Gebiet dereinst bebaut werden könnte. Zu diesem Zweck wird ein Gestaltungsplan erarbeitet, der das einst durch die Autobahn getrennte Weiningen wieder zusammenführen soll.

Für die Exekutive geht der Kampf also weiter. Nur gilt es diesmal nicht, mit dem mächtigen Astra oder dem Kanton Lösungen zu finden, sondern mit der eigenen Bevölkerung. Eine konsensorientierte Planung lohnt sich, denn mit dem künftigen Deckel, dem geplanten Werkhof und der neuen Verkehrsführung an der Umfahrungs- und Zürcherstrasse hat Weiningen die Chance auf ein neues Quartier. Es wird eines, das aufgrund der Aufwertungsarbeiten rund um den Tunnelbau, seiner Lage bei der Autobahn und seiner Bindegliedfunktion innerhalb der Gemeinde zu einer Visitenkarte für Weiningen werden kann.