Gestaltungsplan
Weiningen erhält ein Stück Land, wo vorher keines war

Der Gestaltungsplan für das zusätzliche Land auf dem neuen Gubrist-Deckel liegt auf. Die Feuerwehr soll definitiv dort einziehen.

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Vor dem Gubrist-Tunnel bei Weiningen.

Vor dem Gubrist-Tunnel bei Weiningen.

Bundesamt für Strassen ASTRA

Ein Stück Land, wo vorher keines war: Das erhält Weiningen mit dem neuen, 100 Meter langen Deckel über der Autobahn vor dem Eingang des Gubrist-Tunnels. Die Gemeinde ging erfolgreich bis vor Bundesgericht, um den Bund zu überzeugen, dass es den Deckel braucht.

Jetzt rückt die Umsetzung ein weiteres Stück näher: Seit gestern kann der Gestaltungsplan, der den Rahmen für die Bebauung in diesem Gebiet vorgibt, auf der Gemeindeverwaltung sowie auf der Gemeinde-Website eingesehen werden. Während 60 Tagen sind Einwendungen gegen den Plan möglich.

Er konkretisiert, was bisher erst als Idee im Raum stand: So soll direkt auf dem Deckel ein Stützpunkt der Feuerwehren Weiningen und Unterengstringen entstehen, dazu ein neuer Werkhof. Im dreiteiligen Gewerbegebiet auf der linken Deckelseite (in Fahrtrichtung St. Gallen) werden nur bestimmte Arten von Gewerbe erlaubt sein. Der Gemeinde schweben nun neben einem Hotel auch Schulungsangebote vor, da diese das Hotel gut ergänzen würden. Läden für den täglichen Bedarf sind nicht erlaubt. Auf der rechten Deckelseite, an der Nägelseestrasse, könnten zwischen 40 und 60 neue Wohnungen entstehen. Das Unispital, das den unterirdischen Bunker bei der Gubrist-Einfahrt bisher als Lagerraum nutzte, braucht ihn nicht mehr. Nun zeigt die Kantonspolizei Interesse am Bunker, in dem neu auch Büros möglich sind: Teile der Bunkerfassade könnten freigeschaufelt und so Fenster eingebaut werden.

Weiningen erhält nicht nur Neuland, sondern erfährt auch mehr über seine Geschichte: Das Gebiet Wolfgalgen – es schliesst im Westen an das Gestaltungsplanareal an – wird während des Gubrist-Baus archäologisch untersucht. Die Gemeindeversammlung stimmt im Frühjahr 2017 über den Plan ab. Danach müssen das Ja der kantonalen Baudirektion und allfällige Rekurse abgewartet werden. (DEG)