Weiningen
Weg mit dem Flickenteppich: Jetzt soll die ganze Zürcherstrasse ein Trottoir und einen einheitlichen Radstreifen erhalten

Das nächste Projekt für die Zürcherstrasse in Weiningen: Im Abschnitt zwischen Ifang- und Chübelackerstrasse soll auf der Nordseite ein zwei Meter breites Trottoir erstellt werden. Der Kredit von knapp 300'000 Franken dafür muss an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung bewilligt werden.

Sibylle Egloff
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An der Zürcherstrasse zwischen Ifang- und Chübelackerstrasse in Weiningen will der Gemeinderat ein neues Trottoir bauen.

An der Zürcherstrasse zwischen Ifang- und Chübelackerstrasse in Weiningen will der Gemeinderat ein neues Trottoir bauen.

Bild: Sandro Zimmerli

Die 70 Meter entlang der Zürcherstrasse zwischen Ifang- und Chübelackerstrasse in Weiningen wurden bisher sowohl in der kommunalen als auch in der kantonalen Strassenplanung im Zusammenhang mit dem Gubristausbau nicht berücksichtigt. Das will der Weininger Gemeinderat nun ändern. Er sieht vor, die Strecke dem Rest der Zürcherstrasse anzupassen und eine einheitliche Fahrbahn und einen einheitlichen Radstreifen zu realisieren.

Auf der kommunalen Zürcherstrasse soll die bislang lediglich bis zur Grossächerstrasse geplante siebeneinhalb Meter breite Kernfahrbahn mit markierten Radstreifen neu bis zur Kreuzung Umfahrungsstrasse weitergeführt werden. Die Radstreifen werden durchgehend auf Strassenniveau bleiben. Zusätzlich soll auf der nördlichen Seite der Zürcherstrasse ein Trottoir im Abschnitt zwischen Ifang- und Chübelackerstrasse entstehen. So wäre die Strasse künftig durchgehend mit einem beidseitigen zwei Meter breiten Trottoir ausgestattet.

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss die ganze Strassenfläche inklusive Trottoir um einen Meter verbreitert werden, was zu neuen baulichen Eingriffen und Mehrkosten führt. Dazu benötigt die Gemeinde nun einen Planungs- und Baukredit von knapp 300'000 Franken. Darin enthalten sind der Erwerb von Land, die Bauarbeiten sowie technische Arbeiten. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 8. April im Quartierzentrum Föhrewäldli in der Fahrweid können die Stimmberechtigten darüber befinden. Die Genehmigung des Antrags hätte jährlich wiederkehrende Kosten von rund 10'000 Franken zur Folge.

Ein sicheres Trottoir für künftige Bewohner

Zwar besteht für die Gemeinde keine gesetzliche Pflicht, das fehlende Strassenstück der restlichen Gestaltung anzupassen, da die bewilligte Situation den rechtlichen Vorgaben genügt. Nichtsdestotrotz bevorzugt man die Vereinheitlichung. «Da in diesem Gebiet ein nachhaltiges Strassenprojekt realisiert wird, erscheint es als angebracht, diese Lücke nun zu schliessen», sagt der zuständige Werkvorstand Thomas Mattle (SVP). Das durchgehende Trottoir, aber auch die Fahrbahn und der Velofahrstreifen würden dem öffentlichen Interesse dienen. Dies auch in Anbetracht der geplanten Bauvorhaben. «Auf dem nördlich der Zürcherstrasse angrenzenden Areal sollen demnächst Wohnüberbauungen entstehen. Für die künftigen Bewohner wäre eine sichere Fussgängerverbindung entlang dieser Hauptverkehrsachse ohne Strassenquerung ebenso ein Vorteil. So wäre zudem die problemlose Erschliessung der künftigen Baugebiete gegeben», sagt Mattle.

Mit der neuen Gestaltung würden überdies klare Verhältnisse für Radfahrer gelten – ohne verwirrende Konzeptwechsel. Der Werkvorstand hofft nun, dass auch die Bevölkerung den Mehrwert dieses Projekts erkennt. «Die Rechnungsprüfungskommission steht hinter dem Antrag. Es wäre schön, wenn bald die ganze Strasse einheitlich durchs Dorf verlaufen würde und alle von der optimalen Lösung profitieren könnten.» Mattle rechnet nach einem Ja zum Planungs- und Baukredit und der Einhaltung der gesetzlichen Fristen damit, dass die Arbeiten bereits im Frühsommer starten könnten.

Die ausserordentliche Gemeindeversammlung findet am 8. April um 20 Uhr im Quartierzentrum Föhrewäldli in der Fahrweid statt. Um pünktlich beginnen zu können, werden die Stimmberechtigten gebeten, sich zwecks Contact-Tracing über die Online-Registrierung auf der Website der Gemeinde Weiningen oder mittels des zugestellten Anmeldetalons anzumelden.