Das Fest war einfach geil», schwärmt Köbi Haug, Präsident des TV Weiningen. Dass «sein» Verein beim Heimspiel auch noch beim Vereinswettkampf triumphierte und damit Turnfestsieger wurde, sei ein unbeschreibliches Gefühl. «Es macht einfach alles perfekt.» Auch Robin Haug, der selber mitgeturnt hatte, ist überglücklich. «Wir haben diesen Sieg angepeilt, umso schönerfühlt sich dieser Triumph nun an.»

Die Gastgeber wurden nicht nur Festsieger, sie waren auch über alle Wettkämpfe gesehen der erfolgreichste Limmattaler Verein des diesjährigen GLZ-Turnfests. «Wir hatten einige Fehler in unseren Darbietungen, aber das ist nun alles vergessen», schwärmt Robin Haug. Der Sieg der Einheimischen rundete ein gelungenes zweites Wettkampfwochenende ab.

Birmensdorf auf dem Podest

Doch nicht nur Weiningen überzeugte aus Limmattaler Sicht. Der TV Birmensdorf erreichte den guten dritten Schlussrang. Dies trotz eines kleinen Zwischenfalls während der beliebten und stets gut besuchten Aerobic-Aufführung – es fiel plötzlich die Soundanlage aus. «Zum Glück erklang die Musik nach gut fünf Sekunden wieder», sagte eine schweissgetränkte Fiona Stierli nach dem Auftritt. «Wir blieben im Takt, ich bin stolz auf unsere Leistung.»

Weniger gut lief es für einen anderen Limmattaler Verein: den TV Engstringen. Beim Aerobic lief nicht alles nach Plan. «Ich bin kurz aus dem Takt gefallen», so Luzia Egli selbstkritisch. Für die Nachbarn der Weininger war das Sportliche nur zweitrangig: «Wir stehen viel im Einsatz und helfen dem TVW, wo wir nur können», so Egli weiter.
Wer am frühen Samstagmorgen ran musste, durfte sich noch glücklich schätzen. Im Verlauf des Tages stieg das Thermometer auf unglaubliche 37 Grad Celsius. Aufgrund des beständigen Hochdruckgebietes über Mitteleuropa konnten die Organisatoren schon früh auf die Hitzewelle reagieren und waren deshalb bestens vorbereitet. «Der Speaker hat den ganzen Tag die Zuschauer daran erinnert, sich im Schatten aufzuhalten und viel Wasser zu trinken», sagte Matthew Oesch, Einsatzleiter der Sanität. Ausserdem wurde gratis Sonnencreme verteilt. «Ausser den üblichen Sportverletzungen gab es glücklicherweise keine grösseren Zwischenfälle», so Oesch.
In der Samstagnacht wurde in den Festzelten ordentlich gefeiert. Wenig verwunderlich also, dass einige Aktive am nächsten Tag mit grossen Augenringen den letzten Festtag hinter sich bringen mussten. Während es für die meisten Turnvereine am späteren Sonntagnachmittag wieder nach Hause ging, geht die Arbeit für den TV Weiningen weiter. «Wir haben noch eine ganz strenge Woche vor uns», sagt Köbi Haug und meint damit vor allem die aufwendigen Aufräumarbeiten. Mit dem Festsieg in der Tasche dürfte dies den Weininger Turnerinnen und Turnern aber um einiges leichter fallen.