Damals, 2003, wurden rund 3500 Rebstöcke entfernt und knapp 3300 neue gepflanzt – und zwar von den Spezialitätensorten Cabernet Cubin, Malbec, Johanniter und Scheurebe. Gleichzeitig wurden zwei Trassen entfernt, um mehr Platz zu schaffen. Dadurch ist es nun möglich, den Rebhang maschinell zu bewirtschaften.

Wümmet mit der Bevölkerung

Das war zuvor anders, wie sich Richard Nydegger, OK-Präsident des Weinfestes, erinnert. «Vor der Neubepflanzung bewirtschaftete die Gemeinde den Rebhang. Die Einwohner konnten sich melden, um bei der Wümmet zu helfen», so Nydegger.

Heute ist der Rebhang verpachtet. Der Gemeinde steht ein Kontingent von rund 1000 Flaschen zu. Zudem wird dieses Jahr nach 2008 und 2009 wieder ein Oberengstringer Marc präsentiert.

Der Rebhang ist neben dem Gemeindewappen der letzte Zeuge davon, dass Oberengstringen einst ein ausgesprochenes Rebbaudorf war. Angelegt wurde er im Jahr 1973, nachdem bereits in den 1950er-Jahren die letzten beiden Rebhänge verschwunden sind.

Ab 1976 begann die Gemeinde damit, den gewonnenen Wein – es handelte sich um Riesling-Sylvaner und Klevner – an die Bevölkerung zu verkaufen. Daraus entstand später das Weinfest.

Mehr Platz im Eventzelt

Anders als 2012 verzichtet das OK beim diesjährigen Jubiläum auf spezielle Angebote, wie beispielsweise eine Open-Air-Bühne. «Wir setzten hauptsächlich auf Bewährtes», sagt Nydegger. Ganz ohne Veränderungen kommt das 31. Weinfest allerdings nicht aus.

Das Eventzelt, wo verschiedene Darbietungen über die Bühne gehen, wurde vergrössert (siehe Box). «Erstmals führen wir im Eventzelt eine Festwirtschaft. Es entspricht einem Bedürfnis, dass sich die Besucher auch während eines Konzertes verpflegen können», ist Nydegger überzeugt.

Gestartet wird das Weinfest am Freitag mit dem Bürger- und Neuzuzügerapéro. Obschon dieser Anlass erst seit wenigen Jahren zum Programm gehört, ist er nicht mehr wegzudenken. «Rund 250 Personen haben sich angemeldet», so Nydegger. Ähnlich viele würden am Sonntag auch zum ökumenischen Gottesdienst erwartet.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen insgesamt 18 Vereine. Für die kleinen Gäste wird ein Kinderflohmarkt sowie ein Chilbibetrieb organisiert. Ob dies auch in Zukunft so sein wird, ist noch offen. Am 25. September lädt das OK des Weinfestes interessierte Personen und Vereine ein, um über die künftige Ausrichtung des Festes zu diskutieren.