Schlieren
Weil Arbeitsaufträge günstiger vergeben wurden: Neubau Reitmen ist fast eine Million günstiger als geplant

Der Neubau des Schulhauses Reitmen in Schlieren kostete weniger als budgetiert.

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Die Reitmen-Schule hat rund 74,6 Millionen Franken gekostet.

Die Reitmen-Schule hat rund 74,6 Millionen Franken gekostet.

Severin Bigler

Der Schulbetrieb im Neubau des Schulhauses Reitmen hat im August 2017 begonnen. Nun liegt die Bauabrechnung zum Neubau vor. Er kostete rund 74,6 Millionen Franken. Das ist knapp eine Million Franken beziehungsweise rund 1,3 Prozent weniger als budgetiert. Budgetiert waren ursprünglich 75,5 Millionen Franken.

Der Schlieremer Stadtrat stellt dem Parlament den ­Antrag, die Bauabrechnung zu ­genehmigen. Die Schulanlage Reitmen in Schlieren gelte im Grossraum Zürich als Vorzeigeprojekt, heisst es im Antrag des Stadtrats unter anderem. Das Bauprojekt entworfen hatte die Graber Pulver Architekten AG. Es trägt den Titel «Lernfabrik».

Geld wurde vor allem ­dadurch eingespart, dass die Arbeitsaufträge günstiger vergeben wurden als ursprünglich geplant. Diese «Vergabeerfolge», wie es im Antrag des Stadtrats heisst, ziehen sich durch alle Arbeitsgattungen. Für tiefere Kosten sorgte auch der Umstand, dass die Brandschutzvorschriften gelockert wurden. Zudem wurde auf dem Sporthallendach, das selber wiederum ein Sportplatz ist, anders als ursprünglich geplant keine Bewässerungsanlage installiert. Diese wäre nötig gewesen, wenn man auf dem Dach einen Kunstrasen eingerichtet hätte. Stattdessen entschied man sich aber für einen Belag aus Gummi­granulat. Auch die Umgebungsarbeiten fielen günstiger aus, da das Grundstück in westlicher Richtung um zirka zwei Meter eingekürzt wurde, wie es in der Bauabrechnung weiter heisst.

Bei einzelnen Teilen des Neubaus ist es überdies zu Mehrkosten gekommen, doch fallen diese über das ganze Projekt gesehen nicht ins Gewicht. So war die Vermessung des Grundstücks teurer als geplant und auch der Anschluss des Grundstücks an die Gas- und Wasserversorgung kam etwas teurer als erwartet. Auch die Bewachung des Grundstücks während der Bauphase sorgte für Mehr­kosten. Und wegen des hohen Grundwasserspiegels war ein sogenanntes Absetzbecken vonnöten.

«Gelungen, unfallfrei, termingerecht, innovativ»

Der Stadtrat zieht nicht nur finanziell ein positives Fazit: «Mit Freude blicken Behörden, Verwaltung und alle weiteren Beteiligten auf ein gelungenes Werk inmitten des neuen Stadtteils Reitmen. Architekten, Fachplaner und Handwerker haben der Schule Schlieren unfallfrei und termingerecht ein innovatives Schulhaus übergeben.» Die Schulanlage falle auf, bilde einen Ankerpunkt und passe an den Ort, an dem sie steht, schreibt der Stadtrat in der Bauabrechnung weiter.

Der ursprüngliche Kredit von 75,5 Millionen Franken für den Schulhausneubau wurde am 23. September 2013 vom Gemeindeparlament und danach am 24. November 2013 vom Schlieremer Volk genehmigt. Bei der Volksabstimmung resultierte ein Ja-Stimmen-Anteil von 78 Prozent. Die Bauarbeiten begannen Ende 2014 und im Sommer 2017 wurde der Neubau bezogen. Sozusagen als Schlussstrich unter das Projekt wird das Parlament in einem nächsten Schritt entscheiden, ob es die Bauabrechnung genehmigt.