Dietikon
Weihnachtsspiel: Cevi schickt die Heiligen drei Könige auf eine Zeitreise

Beim Weihnachtsspiel in der reformierten Kirche Dietikon gab es für das Publikum viel zu lachen. Das Schauspiel wurde jeweils von Weihnachtsliedern unterbrochen, welche die insgesamt 30 Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam zum Besten gaben.

Sebastian Schuler
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Der Cevi schickt die Heiligen drei Könige auf eine Zeitreise
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Der Cevi schickt die Heiligen drei Könige auf eine Zeitreise
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Der Cevi schickt die Heiligen drei Könige auf eine Zeitreise

Der Cevi schickt die Heiligen drei Könige auf eine Zeitreise

Sebastian Schuler

Das Bühnenbild zeigt einen Hotelpool in Betlehem. Um das Becken haben sich der Astronom Melchior, der Scheich Balthasar und Caspar mit seiner sprechenden Kameldame Egrisoulla versammelt. Was ein Kamel denn mit einem Schwimmreif wolle, wird Egrisoulla von Melchior gefragt. «Wellenreiten», antwortet diese völlig selbstverständlich.

Diese skurril anmutende Szene stammt nicht etwa aus einem Sketch der britischen Komikertruppe Monty Python, sondern aus dem diesjährigen Weihnachtsspiel, das der Cevi Dietikon gemeinsam mit der Reformierten Kirche Dietikon organisiert hat. So durfte das Publikum im grossen Saal des Kirchgemeindehauses erleben, wie es den vier Protagonisten durch zahlreiche Abenteuer gelang, den verschwundenen Weihnachtsstern über Betlehem wieder aufzutreiben. Das Schauspiel wurde jeweils von Weihnachtsliedern unterbrochen, welche die insgesamt 30 Schauspielerinnen und Schauspieler gemeinsam zum Besten gaben. Begleitet wurden sie dabei vom Organisten André Lichtler.

Kameldame sorgt für Begeisterung

Die moderne und humorvolle Interpretation der Weihnachtsgeschichte kam bei den Zuschauerinnen und Zuschauern gut an. «Der Enthusiasmus, mit dem die Kinder mitsangen, hat mich sehr beeindruckt», sagte Regula Stauber. Der Ortsmuseumsleiterin gefiel besonders der Auftritt der Kameldame Egrisoulla. «Sie war toll.» Auch Martha und Heinrich Weidmann zeigten sich vom Weihnachtsspiel begeistert. Das Ehepaar war für die Aufführung aus dem aargauischen Schinznach Bad angereist. «Unser Enkel Flurin hat bei der Leitung mitgewirkt. Ich finde es lobenswert, wie sie die Kinder zum Mitmachen motivieren konnten», sagte Heinrich Weidmann.

Nebst Flurin Weidmann waren Tamara Saxer und Emily Westman für die Hauptleitung des Weihnachtsspiels verantwortlich. Das aufgeführte Stück hatten sie wegen der witzigen Charaktere und der dennoch gut vermittelten religiösen Werte ausgewählt. «Wir mussten es aber ein wenig umschreiben, da wir mit 30 Kindern doppelt so viele Schauspieler hatten, wie in dem Spiel eigentlich vorgesehen sind», erklärte Weidmann.

Dementsprechend seien auch die Proben eine Herausforderung gewesen. «Manchmal herrschte schon ein bisschen ein Chaos. Aber wir sind froh, konnten wir dadurch viele Kinder für das Theaterspielen begeistern», sagte Saxer. Die einzelnen Szenen übten sie Schritt für Schritt ein und fügten dann erst zum Schluss alles zusammen.

Mit der Aufführung zeigte sich das Leiterteam überaus zufrieden. «Die Hauptsache ist, dass die Kinder Spass hatten und mit ihrer Leistung zufrieden sind», sagte Weidmann. Dass es auf der Bühne sogar sehr viel Spass machte, bestätigte Ladina Baltensperger, die eine Flugbegleiterin spielte. «Ich hatte nicht viel Text, darum war das Auswendiglernen auch nicht so schwierig», sagt die Achtjährige. Die anfängliche Nervosität sei rasch verflogen und so konnte sie ihren Auftritt geniessen.
Anschliessend an das Weihnachtsspiel ergriff Pfarrer Andreas Scheibler das Wort, um den Anwesenden den Segen zu erteilen und gemeinsam das Lied «O Tannenbaum» zu singen. Mit einem Apéro im Foyer fand der Anlass einen gemütlichen Abschluss.