Urdorf

Weihermatt-Rechnung fällt höher und trotzdem tiefer aus

Das neue Alters- und Gesundheitszentrum Weihermatt: Der Kredit von 29 Millionen Franken wurde um 1,3 Millionen überschritten. Trotzdem resultiert bei der Schlussabrechnung ein Plus von 127000 Franken.

Das neue Alters- und Gesundheitszentrum Weihermatt: Der Kredit von 29 Millionen Franken wurde um 1,3 Millionen überschritten. Trotzdem resultiert bei der Schlussabrechnung ein Plus von 127000 Franken.

Die Schulgemeinde wie auch die politische Gemeinde bringen ihre Rechnungen jeweils ohne Gegenstimmen durch.

Der Andrang hielt sich in Grenzen. Die Urdorfer Rechnungsgemeinde vom Mittwochabend wurde nur gerade von 58 Stimmberechtigten besucht. Für die Jahresrechnung 2014 budgetierte die Exekutive ein Minus von 950 000 Franken. Dieses reduzierte sich jedoch nun in der Rechnung auf 860 000 Franken. Aufwände von 50,3 Millionen stehen einem Ertrag von 49,4 Millionen Franken gegenüber. Die Differenz wird dem Eigenkapital entzogen, dieses schmilzt nun auf 16,7 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten winkten die Rechnung ohne Gegenstimme durch.

Dennoch hat die Gemeinde mit Schulden zu kämpfen. Diese betragen noch rund 23 Millionen Franken, nachdem sie sich dank den tieferen Investitionen und Abschreibungen um knapp 750 000 Franken reduziert werden konnten.

«Der Spielraum bleibt eng»

Auch die Rechnung der Schulgemeinde wurde von 57 Stimmberechtigten einstimmig angenommen. Budgetiert war ein Minus von 2,3 Millionen Franken. Finanzvorsteherin der Schulgemeinde, Irmgard Struchen (CVP), präsentierte jedoch gestern ein Minus in der Höhe von 3 Millionen Franken. «Die Steuereinnahmen wurden zu optimistisch eingeschätzt», sagte Struchen. Bei einem Aufwand von 21,3 Millionen Franken und einem Ertrag von 18,3 Millionen Franken schrumpft das Eigenkapital der Schulgemeinde auf knapp 7,5 Millionen Franken, während das Fremdkapital auf 7,3 Millionen anwächst. «Der Rückgang auf der Einnahmeseite bringt die Schule in eine schwierige Situation», so Struchen. Der Spielraum bleibe jedoch eng und anstehende Investitionen müssten dringend getätigt werden.

Weihermatt teurer und günstiger

Die Kreditabrechnung der Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums Weihermatt war das letzte Traktandum. Der im Juli 2007 gesprochene Planungskredit in der Höhe von knapp 1,6 Millionen Franken wurde um knapp 50 000 Franken unterschritten. Ein Grund dafür sei, dass die Verwaltung mehr Eigenleistungen als geplant erbringen konnte, wie Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Andreas Herren (SP) erklärte. «Der Verwaltung ist ein Kränzchen zu winden.»

Der Ausführungskredit von 29 Millionen Franken reichte jedoch nicht aus. Im September 2009 sprachen die Urdorfer bei einer Urnenabstimmung diesen Betrag. Der Abrechnungskredit für den Bau beläuft sich nun auf 30,3 Millionen Franken, was einer Überschreitung von 1,3 Millionen Franken entspricht. Trotzdem resultierten Minderausgaben von 127 000 Franken, wie Herren erläuterte. «Die Gründe sind, dass einerseits der Staatsbeitrag höher ausfiel, andererseits die Bauteuerung und die Mehrwertsteuer dazu geführt haben, dass die Arbeiten günstiger ausgeführt werden konnten.» Herren sprach von einer Punktlandung. Die Gemeindeversammlung quittierte dies mit einem einstimmigen Durchwinken der Bauabrechnungen. (ARU)

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