Bergdietikon
Wegen Streetparade: Weniger Teilnehmer am Grümpelturnier

Wegen der Techno-Party gab es am 18. Grümpelturnier eeniger Teilnehmer bei der Kategorie «Jugendliche/Erwachsene». Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Ly Vuong
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Eindrücke vom 18. Grümpelturnier in Bergdietikon
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Stephan Ludwig (48), Schiedsrichter, Bergdietikon «Als Schiri muss ich manchmal den zu starken Ehrgeiz zähmen, indem ich kurz auf einen Spieler oder ein Team eingehe. Aber das kommt selten vor. Ich achte auch darauf, fair zu pfeifen, unabhängig davon, ob ich die Spieler persönlich kenne oder nicht. Am Plauschturnier schätze ich das Gesellige. Ein Highlight sind die glänzenden Augen der Kinder bei der Preisverleihung.»
Emanuela Concepito (12), Zuschauerin, Bergdietikon «Letztes Jahr spielte ich mit. Dieses Jahr bin ich nur Zuschauerin. Zusammen mit meiner Kollegin Diana fiebere ich mit, wenn meine jüngere Schwester Elena mit ihrem Team ‹Go Go Power Rangers› auf dem Fussballfeld ist. Auch wenn Fussball nicht meine Sportart ist, würde ich nächstes Jahr mitspielen, wenn mich ein Team anfragt.»
Leonid Suter (6), Spieler, Bergdietikon «Ich spiele zum ersten Mal mit. Mit meinen Kindergarten-Gspänli sind wir das Team ‹Monsterball›. Wir wollten nicht verlieren. Bei der dritten Niederlage hintereinander war ich sehr enttäuscht und musste weinen. Doch beim vierten Spiel haben wir gewonnen. Mein Gspänli Yuma umarmte mich spontan, als wir ein Goal schossen. Das machte richtig Spass.»
Jayden Romeo (6), Spieler, Bergdietikon «Seit eineinhalb Jahren spiele ich Fussball im Verein und habe schon zwei Pokale und drei Urkunden gewonnen. Hier bin ich mit meinen Gspänli im Team ‹Monsterball›. Eigentlich wollten wir ‹Feuerball› heissen, doch dann fanden wir das T-Shirt mit dem Monster drauf. Meine Mutter und Sibylle Basso sind unsere Coachs. Das finde ich cool.»
Fabio Costa (15), Spieler, Spreitenbach «Ich bin mit der reinen Männermannschaft ‹Cool&Clean› hier. Die Stimmung ist gut und entspannt, die Leute sind sehr nett und fair. Wenn jemand grob wird, entschuldigt er sich auch. Ich wusste nicht, dass heute Street Parade ist, aber ich spiele sowieso sehr gerne Fussball und verbringe so eine schöne Zeit mit Kollegen.»
Silvie Meyer (10), Spielerin, Bergdietikon «Ich bin schon einige Male dabei. Dieses Mal spiele ich mit den Erwachsenen und meiner Mutter im Team ‹Plauschkicker› mit. Weil ich die Jüngste bin, schicken sie mich nach vorne als Stürmerin. Wenn ich einen Ball zwischen die Beine des Gegners schleusen kann, rufe ich ‹Olé› aus. Das machen wir nämlich immer, wenn ich zusammen mit meinen Gspänli Fussball spiele.»
Evelyn Lüchinger (50), Samariterin, Bergdietikon «Hier als Samariterin zu arbeiten, ist für mich ein Heimspiel, weil ich viele vom Dorf kenne. Beim Verarzten lenke ich mit einem kurzen Schwatz von der Wunde ab. Wenn ich etwas Lustiges erzähle, trocknen bei den Kindern schnell einmal die Tränen. Die häufigsten Verletzungen heute sind Prellungen, Schürfungen und Blasen. Weil es nicht so warm ist, hat es kaum Insektenstiche.»

Eindrücke vom 18. Grümpelturnier in Bergdietikon

Ly Vuong

Die Konzentration auf den beiden Fussballfeldern des Bergdietiker Sportplatzes schien greifbar zu sein. Kindergartenkinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene kämpften um das runde Leder. Aus den Boxen sang Sting von The Police: «Every breath you take, every move you make, I’ll be watching you», als würde er aus den Herzen der Zuschauer sprechen, die am Rande der Spielfelder mitfieberten, weil ihre Kinder, Geschwister, Freunde oder Nachbarn auf dem Rasen kickten, was das Zeug hielt.

Am 18. Grümpelturnier der Dorfgemeinschaft Bergdietikon traten Teams aus vier Kategorien gegen einander an. Weil die Street Parade ebenfalls am Samstag stattfand, gab es etwas weniger Teilnehmer in der Kategorie «Jugendliche/Erwachsene».

Spielszenen vom Grümpi Bergdietikon 2017
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Spielszenen vom Grümpi Bergdietikon 2017
Spielszenen vom Grümpi Bergdietikon 2017

Spielszenen vom Grümpi Bergdietikon 2017

Ly Vuong

Das Grümpi sei ein schönes, kleines Fussballfest für das Dorf, sagte Paul Meier, Präsident der Dorfgemeinschaft. So zählten traditionell Tore von Frauen und Mädchen doppelt, während jedes Team einen Bezug zum Dorf haben muss. «Entgegen Prognose hat die Sonne gelächelt», so Meier zum idealen Fussballwetter.

Die Sieger des Grümpis lächelten schliesslich mit der Sonne um die Wette: In der Kategorie Unterstufe gewannen die «Rainbow Kids», in der Mittelstufe die «Pro Skillers», bei den Jugendlichen/Erwachsenen «Cool&Clean» und bei den Ü35 «Top Gun».