Weil per 1. August in der Volksschule der neue Berufsauftrag in Kraft tritt, muss auch die Berufswahlschule Limmattal Änderungen vornehmen. Denn weil ihr Anstellungs- und Besoldungsreglement auf das Personalrecht der Volksschule verweist, ist der neue Berufsauftrag auch für die Lehrpersonen der Berufswahlschule einzuführen. Das Reglement, welches zuletzt im Juni 2014 angepasst wurde, muss entsprechend geändert werden. Die Schulkommission hat dafür einen Vorschlag gemacht.

Schlieren und Dietikon sind dafür

Abgesegnet werden muss dieser von den politischen Gemeinden Dietikon und Schlieren und der Schulgemeinde Urdorf, den drei Trägergemeinden des Zweckverbands der Berufswahlschule. Der Schlieremer Stadtrat hat dem Antrag an seiner Sitzung von letzter Woche bereits zugestimmt, wie einem Protokollauszug zu entnehmen ist. Auch der Dietiker Stadtrat ist damit einverstanden, wie Stadtpräsident Otto Müller auf Anfrage sagt. Die Urdorfer Schulpflege hat die Vorlage laut Schulpräsident Stefan Zehnder hingegen noch nicht behandelt.

Einige der vorgeschlagenen Änderungen im Reglement fallen kaum ins Gewicht. So soll beispielsweise der Beschäftigungsgrad der Lehrpersonen neu in Prozenten statt in Lektionen ausgewiesen werden. 28 Lektionen entsprechen neu einem 100-Prozent-Pensum und für Lehrpersonen ab 50 Jahren steigt der Ferienanspruch auf fünf Wochen pro Jahr, für solche ab 60 auf sechs Wochen. Stufenfremde Lehrpersonen und solche mit einer provisorischen Zulassung durch das Volksschulamt erhalten 90 Prozent des ordentlichen Lohns.

Nicht alle Änderungen haben jedoch mit der Anpassung an die kantonalen Richtlinien zu tun. Bei einer weiteren Änderung des Reglements geht es um die Umsetzung von bereits beschlossenen Sparmassnahmen, wie dem Schlieremer Protokollauszug zu entnehmen ist. Diese haben zur Folge, dass den Lehrerpersonen die Verpflegungszulage halbiert wird – bei einem Vollpensum von 100 auf 50 Franken. Die Einführung des neuen Berufsauftrags soll an der Berufswahlschule in zwei Schritten vollzogen werden: Einige Bestimmungen treten per 1. August 2017 in Kraft, andere ein Jahr später.

Ein Plus von 400 000 Franken

Ebenfalls den Trägergemeinden zur Genehmigung vorgelegt hat die Schule ihre Jahresrechnung. Sie schliesst bei Ausgaben von 5,9 Millionen Franken und Einnahmen von 5,1 Millionen Franken mit einem Minus von gut 792 000 Franken. Nach Gutschrift der verrechneten Schulgelder der Zweckverbandsgemeinden von 1,2 Millionen resultiert ein Plus von 391 000 Franken. Gemäss festgelegtem Kostenschlüssel erhält Dietikon davon 202 000 Franken, Schlieren 131 000 Franken und Urdorf 57 000 Franken.