Fahrweid
Wegen Pilzbefall werden an der Fahrweidstrasse 50 Eschen gefällt

An der Fahrweidstrasse werden diese Woche rund 50 Eschen im Auftrag des Kantons abgeholzt.

Ly Vuong
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Von Pilz befallene Eschen werden hier geholzt
12 Bilder
Baumfällung
Die mit Rosarot markierten Bäume werden gefällt.
Die gefällten Eschen werden weggeräumt.
Die Forstwarte an der Arbeit
Viel Koordinationsarbeit ist gefragt beim Holzschlag
Zuständiger Förster des Forstreviers Katzensee Daniel Dahmen (links) hat den Holzschlag organisiert.
Die Fahrweidstrasse wird streckenweise in einer Spur gesperrt
Foerster Daniel Dahmen und Forstwarte koordinieren ihre Arbeit
Forstwart vom Forstunternehmen Betriebsgemeinschaft Bieri bei der Arbeit
Grosse Steine am Strassenrand werden weggetragen vom Kran
Im Winter findet der Holzschlag idealerweise statt weil dann die Natur Pause macht und sie weniger verletzlich ist

Von Pilz befallene Eschen werden hier geholzt

Ly Vuong

Noch bis Freitag kommt es auf der Fahrweidstrasse in der Fahrweid zu Verkehrsbeschränkungen. Jeweils von 9 bis 16 Uhr wird eine Fahrspur gesperrt und der Verkehr wechselseitig geführt. Grund ist der Holzschlag, der seit gestern im Gang ist. Entlang der Strasse müssen rund 50 Bäume gefällt werden. Zu 95 Prozent handelt es sich dabei um Eschen, die an Eschentriebsterben leiden.

Diese Krankheit wird von einem Pilz verursacht, der über die Blätter in die Äste eindringt. Zuerst sterben Zweige, Äste und schliesslich ganze Bäume ab. Um die Sicherheit auf der Strasse zu gewährleisten, gab das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel), den Holzschlag in Auftrag. Koordiniert werden die Arbeiten von Daniel Dahmen, dem Förster im Forstrevier Katzensee.

Die ersten Anzeichen des Eschentriebsterbens, verwelktes Laub im Sommer an den Kronen, hat Dahmen bereits vor drei Jahren im Waldstück an der Fahrweidstrasse beobachtet. Der Zustand der Bäume hätte sich seither massiv verschlechtert, sagt er. Die Eschen jetzt zu fällen, sei richtig. «Im Winter befindet sich die Natur im Ruhezustand. Das Holz enthält weniger Wasser, ist dadurch leichter und verzieht sich beim Trocknen weniger, was für die Verwertung von Vorteil ist», so Dahmen. Auch die Bäume, die nicht gefällt, aber vom Holzschlag tangiert werden, seien weniger verletzlich.

«Das Eschentriebsterben macht uns Sorgen, weil die Esche dadurch existenziell bedroht wird», sagt Thomas Maag, Medienverantwortlicher der Baudirektion. Noch gebe es kein Mittel gegen die Krankheit. Es würden Viren und andere Pilze erforscht, die gegen das Eschentriebsterben eingesetzt werden könnten, sagt Valentin Queloz von der Eidgenössischen Forschungsanstalt Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf.

«Etwa zehn Prozent der Eschen sind resistent gegen den Pilz, der erstmals in den 1990er-Jahren in Polen aufkam und sich seit 2008 von Basel aus in der ganzen Schweiz verbreitet hat», erklärt Queloz.

Beim Waldstück entlang der Fahrweidstrasse handelt es sich um einen Mischwald. Dort sei ein Ausfall der Esche bedauerlich, aber weniger schlimm als bei Reinbeständen, sagt Dahmen. Im Feuchtbiotop der Dornau habe es genug Unterholz, das nachwachsen kann, sodass man der Natur freien Lauf lassen könne, hält er fest.

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