Das Weininger Rebblüetefäscht wird in den kommenden zwei Jahren nicht am gewohnten Standort stattfinden. Der Grund dafür sind die vielen Bauarbeiten, die dieses Jahr begonnen haben. Die Badener- und die Dietikonerstrasse, von denen jeweils ein Teil für das Rebblüetefäscht abgesperrt wird, sind bis und mit 2020 eine Baustelle. Es ist daher nicht möglich, die vielen Wein-Stände, Vereins-Beizen und all die weiteren Attraktionen am gewohnten Ort aufzustellen. Zuletzt wurde daher im Limmattal gewerweisst, ob das Rebblüetefäscht nächstes Jahr überhaupt stattfindet.

Nun also die Antwort: Das Fest wird gezügelt. Neu wird die Schlüechtistrasse zur Festmeile. Die Strasse führt von der Zürcherstrasse – auf Höhe des Restaurants Löwen – bis zum Schlüechti-Schulhaus und dann weiter ins Weiningerfeld. Hier soll sich vom 14. bis zum 16. Juni 2019 das ganze Limmattal versammeln.

«Mit Freude an der Sache»

«Weiningen ohne Fest? Das geht einfach nicht», sagt Köbi Haug vom Organisationskomitee (OK). Zu diesem wohlüberlegten Fazit sind das OK und die Vereine nach einiger Bedenkzeit gekommen. «Wir haben uns viele Gedanken gemacht und nun mit Freude an der Sache beschlossen, auch 2019 ein Fest auf die Beine zu stellen», sagt Haug. Haug gibt zudem Entwarnung: «Auch mit dem neuen Standort werden wir ein attraktives Fest organisieren.»

Auch die gewohnten Programmpunkte wie etwa die Chilbi und den Rebblüetefäscht-Rebberg-Gottesdienst am Sonntagmorgen soll es wieder geben. Neu hinzukommen könnte eine Art Piazza, wie sie vielen noch vom grossen Weininger Regionalturnfest im Jahr 2015 in Erinnerung ist.

Der Entscheid, das Rebblüetefäscht wiederum durchzuführen, sei nicht einstimmig gefallen, wie Köbi Haug weiter erklärt. So stellten sich manche die Frage, ob das Fest auch am neuen Standort die Erwartungen erfüllen kann. Auch praktische Fragen wie etwa das Heranführen der Strom- und Wasserleitungen wurden diskutiert. Aber am Schluss obsiegte die Vorfreude aufs Fest – und der Mut, etwas Neues zu wagen.

Auch die Vereine sind wieder dabei. «Die meisten Vereine müssen jetzt anfangen zu planen», sagt Haug. Neu wird es 2019 auch wieder eine Schnägge-Beiz geben.

Grosse Wechsel im OK stehen bevor

Änderungen wird es auch beim Organisationskomitee geben, das im November seine konstituierende Sitzung abhalten wird. So werden der Bauchef Werner Ehrsam und der Präsident Hans-Heinrich Haug zurücktreten. Haug hilft beim Rebblüetefäscht schon seit Anbeginn mit und war 13 Jahre lang Präsident. Werner Ehrsam war nun 16 Jahre lang Bauchef. Den Chefposten gibt er ab, im Bauteam wird er aber bleiben. «Ihnen beiden gilt ein riesiges, herzliches Dankeschön. Was sie geleistet haben, ist unglaublich», sagt Köbi Haug. Die Nachfolge zeichne sich ab, sei aber noch nicht spruchreif, so Haug weiter.

Neben der Dietikoner- und der Badenerstrasse wird bis und mit 2020 auch die Zürcherstrasse umgebaut. Ebenso wird die Regensdorferstrasse zur Baustelle. Diese wird dann bis 2021 fertiggestellt sein. Spätestens dann ist es Zeit, wieder mit einem guten Glas Weininger mitten auf der Badenerstrasse anzustossen.