Rechtes Limmattal
Wegen Einbrechern: Vier gestandene Polizisten zeigen abends Präsenz

Die vier Männer des Polizeiverbunds rechtes Limmattal haben sich im neuen Bürogebäude eingelebt und sorgen mit täglichen Patrouillen für Sicherheit in Wohngebieten. Zurzeit sind sie oft abends unterwegs.

Anina Gepp
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Urs Weiersmüller, Thomas Baumgartner, Yves Niedermann und Pirmin Widmer (von links nach rechts) sorgen rechts der Limmat für Sicherheit.

Urs Weiersmüller, Thomas Baumgartner, Yves Niedermann und Pirmin Widmer (von links nach rechts) sorgen rechts der Limmat für Sicherheit.

Anina Gepp

Sieben Jahre lang war Thomas Baumgartner alleine als Polizist für die Gemeinde Weiningen zuständig und hatte sein Büro im Gemeindehaus. Seit Beginn des Monats sind nun aber noch drei weitere Plätze im Polizeiwagen besetzt, wenn es auf die tägliche Patrouille geht. Zusammen mit Urs Weiersmüller, Pirmin Widmer und Yves Niedermann bildet der 50-Jährige den Polizeiverbund rechtes Limmattal. Auch die Räumlichkeiten haben sich geändert: Der Polizeiposten ist jetzt an der Grossächerstrasse 21 in Weiningen zu finden.

Die vier Herren, zuständig für Ordnung und Sicherheit in Weiningen, Unterengstringen und Oetwil, haben sich in den neuen Strukturen bereits gut einleben können. Einzig die Bewohner der Dörfer müssen die drei neuen Polizisten noch besser kennenlernen. Denn das sei mit die wichtigste Aufgabe eines Kommunalpolizisten, sagt Baumgartner.

Damit sich die Männer möglichst rasch in der Gemeinde, für die sie zuständig sind, zurechtfinden, wurden gestandene Polizisten aus dem Kanton Zürich ausgewählt. «Es war uns wichtig, dass sie gleich am ersten Tag ihre Tätigkeit aufnehmen können», so Baumgartner.

Hätte man Polizisten aus anderen Kantonen rekrutiert, so hätten diese sich zuerst mit dem System des Kantons Zürich vertraut machen müssen. Er könne sich aber vorstellen, dass bei einem personellen Wechsel oder einer Aufstockung des bestehenden Teams auch Polizisten aus anderen Kantonen mit ins Boot geholt werden.

Neben der personellen Veränderung hat sich auch technisch einiges getan. Stolz erzählt Baumgartner, wie er und seine Kollegen nun mit dem iPad ausrücken und Daten wie Personalien oder Rapporte gleich vor Ort einlesen. «Wenn wir zurück auf den Posten kommen, ist im Computer schon alles erfasst.» Auch das IT-System habe sich gewandelt. Als eine der ersten Kommunalpolizeiposten des Kantons hätten sie bereits die neuste Software. Damit habe sich die Administration um ein einiges vereinfacht.

Einbrechern auf der Spur

Derzeit sind die Polizisten besonders beschäftigt. Jeden Abend fahren sie in dicht bewohnte Gebiete ihrer Gemeinden, um Einbrechern auf die Schliche zu kommen. Präsenz zu zeigen sei gerade jetzt wichtig, wo es wieder verfrüht eindunkelt und sich Diebstähle häufen. Auch durch Geroldswil fahren die Polizisten. Nur haben sie dort nicht das Recht, bei Unstimmigkeiten einzuschreiten. Nur im äussersten Notfall sei es ihnen gestattet, einzugreifen, so Baumgartner. Das würde sich erst ändern, wenn sich die Gemeinde doch noch entschliessen würde, dem Polizeiverbund beizutreten.

Wenn die Polizisten aber doch einmal Freizeit geniessen können, sind sie gerne sportlich aktiv. Urs Weiersmüller fährt gerne Motorrad und ist Mitglied in einem Motorradklub. Yves Niedermann spaziert gerne mit seinem Hund, der ein pensioniertes Diensttier ist, während Pirmin Widmer seine Bahnen im Schwimmbad dreht. Dort könne er am besten abschalten. Zwei bis drei Mal wöchentlich schwimmt er einen Kilometer. Er geniesse es, dabei einmal für sich sein zu können, wo er doch im Beruf viel mit Leuten zu tun habe.

Am 22. November findet auf dem neuen Polizeiposten von 13 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.