Dietikon

Wegen Corona: Moritz Mocks Nati-Début verzögert sich

GC-Spieler Moritz Mock will am Ball bleiben und hofft, dass er bald wieder fürs Nationalteam aufgeboten wird. (Archivbild)

GC-Spieler Moritz Mock will am Ball bleiben und hofft, dass er bald wieder fürs Nationalteam aufgeboten wird. (Archivbild)

Pech für den 20-jährigen Dietiker Unihockeyaner: Das Länderturnier EFT wurde wegen Corona abgesagt.

Es hätte eigentlich alles wunderbar gepasst. Am vergangenen Wochenende durfte der Dietiker Unihockeyaner Moritz Mock erstmals in der A-Nationalmannschaft ran, Nationaltrainer David Jansson bot den GC-Verteidiger für einen dreitägigen Trainingszusammenzug in Schaffhausen auf. «Es war cool, einmal mit den Besten des Landes zu trainieren», sagt Mock auf Anfrage. «Ich habe die drei Tage sehr genossen.» 

Mock überzeugte offenbar seinen Chef, denn Jansson («Mock hat grosses Potenzial, er spielt mit viel Speed und denkt auch offensiv») beschied dem Dietiker, dass dieser für das Länderturnier European Floorball Tour (EFT) vom kommenden Wochenende in St.Gallen aufgeboten wird. «Eine schöne Bestätigung meiner Fortschritte», freut sich Mock. Nur ein paar Stunden nach dem Aufgebot folgte indes die Ernüchterung: Das EFT wurde abgesagt. Und auch die für kommenden Dezember geplante Weltmeisterschaft in Finnland ist wegen Corona verschoben worden.

Das sei natürlich extrem schade, sagt Mock. «Aber ändern kann ich die Situation nicht. Dann warte ich halt auf die nächste Gelegenheit.» Aufgenommen wurde der Dietiker im Kreis der Nationalspieler herzlich. Mock: «Starallüren haben Unihockeyaner nicht. Einige Spieler kenne ich ja aus dem Klub, andere lernte ich nun besser kennen.» Es sei rundum ein gelungenes Wochenende gewesen. «Wir trainierten intensiv, hatten aber auch Spass bei einem Team­event.»

Noch vor einem Jahr bangte er um seine Karriere

Zwischendurch nützte Mock die freie Zeit, um seine Nase in Bücher zu stecken und für die Uni zu lernen. Auch wenn er die Früchte seiner Anstrengungen noch nicht ernten könne, bleibe er am Ball. «Die nächste Chance kommt bestimmt», ist Mock überzeugt. Er habe seine ganze Karriere schliesslich noch vor sich. 

Noch vor einem Jahr deutete wenig darauf hin, dass Moritz Mock dereinst den Schritt in die A-Nationalmannschaft gelingen würde. Vor dem Meisterschaftsstart im Herbst 2019 zog er sich einen Bandscheibenvorfall zu und bangte phasenweise gar um die Fortsetzung seiner Karriere. «Die MRI-Bilder sehen gar nicht gut aus», sagte Mock damals. Ein paar Monate zuvor noch an der U19-Weltmeisterschaft ins All-Star-Team gewählt, kurz darauf quasi zum Nichtstun verdammt – Mock hat am eigenen Leib erfahren, wie schnell es im Sport manchmal gehen kann. Auch darum freut er sich einfach darüber, dass er aktuell schmerzfrei spielen kann. «Es geht mir gut», bestätigt der GC-Verteidiger.

Bald steht das Bruderduell mit Tim an

Am übernächsten Samstag, 24. Oktober, steht in der Sporthalle Hardau ein spezielles Spiel in der Nationalliga A an – das Duell mit seinem um zwei Jahre älteren Bruder Tim, dem Captain des amtierenden Cup-Siegers Zug United. «Hoffentlich klappt es diesmal», sagt Moritz Mock. Letzte Saison musste Moritz verletzungsbedingt zuschauen, im ersten Aufeinandertreffen der laufenden Saison konnte Tim wegen einer Blessur nicht spielen. Apropos: Es war Moritz Mock, der im Hinspiel mit seinem Treffer zum 5:5 in der 57. Minute eine Verlängerung erzwang. Schliesslich verloren die Grasshoppers dennoch mit 5:6. Wiedergutmachung ist auf Zürcher Seite also angesagt.

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