Limmattal

Wassermengen werden zu Gefahr für Gummiboote

Das Gummibootfahren auf der Limmat ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Derzeit ist es wegen des hohen Wasserstandes allerdings gefährlich. keystone

Das Gummibootfahren auf der Limmat ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Derzeit ist es wegen des hohen Wasserstandes allerdings gefährlich. keystone

Wegen der heftigen Regenfälle führt die Limmat viel Wasser. Die Polizei rät derzeit davon ab, den Fluss mit Gummibooten zu befahren.

Es waren heftige Regengüsse, die am Wochenende über dem Limmattal niedergingen. Sie haben zur Folge, dass die Limmat derzeit sehr hohe Wassermengen mit sich führt. Für Schwimmer und Gummibootfahrer kann dies zu gefährlichen Situationen führen. So erhielt die Stadtpolizei Zürich am Wochenende zweimal Meldungen von herrenlosen Gummibooten, die über das Hönggerwehr gespült worden waren. Wie sie in einer Mitteilung schreibt, sei dabei glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen. Die Bootsinsassen hätten sich offenbar vor dem Wehr selbst ans Ufer retten können.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, entstünden unterhalb solcher Wehranlagen bei hohem Abfluss sogenannte Wasserwalzen. Dadurch besteht für Personen im Wasser akute Lebensgefahr. Aus diesem Grund rät die Wasserschutzpolizei der Stadt Zürich dringend vom Befahren oder Schwimmen in Flüssen bei hohem Wasserabfluss ab.

Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung verletzen sich in der Schweiz im Schnitt jährlich 12 000 Personen beim Schwimmen, 16 ertrinken. Bei 75 Prozent der Ertrinkungsopfer handelt es sich um Männer, wobei Jugendliche und junge Erwachsene besonders gefährdet sind. Risikofaktoren seien Leichtsinn, Selbstüberschätzung, Alkohol und Drogen. Ebenso können sich Kälte oder plötzliche Wetterumschläge verhängnisvoll auswirken. Kleinkinder bis vier Jahre verunfallen am häufigsten durch einen Sturz in freie Gewässer. Bei Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren ist die häufigste Unfallursache unbemerktes Untergehen in öffentlichen Badis.

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