Schlieren
Wasserfahrverein feiert mit Becherwettfahren sein 40-jähriges Bestehen

Dutzende Menschen säumen das Ufer der Limmat und beobachten das Geschehen auf dem Wasser. Mit kräftigen Ruderschlägen werden Boote an Hindernissen vorbeimanövriert, dann gegen den Strom mit sogenannten Stacheln dem Ufer entlang gestemmt.

Tabea Wullschleger
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Wettfahren auf der Limmat
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Stacheln braucht viel Kraft
Dutzende Zuschauek beobachten die Teams beim Stacheln
Werner Wenk und Urs Leppert sind mit dem Wettkampf zufrieden

Wettfahren auf der Limmat

Limmattaler Zeitung

Die Manöver haben es in sich. Die Limmat führt viel Wasser, was für die Teilnehmer des Becherwettfahrens einen grossen Kraftakt bedeutet.

Werner Wenk, Präsident des Wasserfahrvereins Schlieren, ist mit dem Gezeigten zufrieden: «Dieses traditionelle Becherwettfahren wieder einmal hier in Schlieren zu haben, ist ein perfekter Anlass, um zusammen mit den anderen Vereinen unser Jubiläum zu feiern».

Gegründet wurde der Verein 1973, bald darauf fand man auch das Grundstück an der Limmat, das dem jungen Verein von der Gemeinde Schlieren zur Verfügung gestellt wurde und wo auch heute noch das Vereinshaus steht. In den besten Zeiten umfasste der Wasserfahrverein Schlieren rund 30 aktive Mitglieder, heute sind es noch deren 10.

«Hat einen die Faszination für diesen Sport einmal gepackt, lässt sie einem so schnell nicht mehr los», sagt Wenk, selber seit 38 Jahren mit dabei.

«Durch die gemeinsamen Trainings und Wettkämpfe, vor allem aber durch die geselligen Anlässe, wie zum Beispiel die Ausflugsfahrten, sind wir wie eine grosse Familie geworden», hält er fest.

Schade findet Wenk hingegen, dass sich immer weniger junge Menschen als Neumitglieder gewinnen lassen. Dabei gäbe es neben dem Sport und dem Vereinsleben auch noch andere Anreize. So könne man zum Beispiel in einem Jugendlager des Wasserfahrverbands Schweiz die Motorbootprüfung ablegen.

33 Zweierformationen am Start

Ein Motorboot hat sich auch am Ende der Wettkampfstrecke positioniert, um in einem Notfall helfen zu können. Gebraucht wird es nicht. Von den insgesamt 33 gestarteten Zweierformationen aus sechs Vereinen der Region Aargau/Zürich erreichen alle unbeschadet das Ziel.

Ihre Aufgabe besteht darin, die Strecke mögllichst schnell zu absolvieren und dabei Hindernisse zu umfahren und exakte Ziellandungen zu meistern. An solchen Stellen stehen die Kampfrichter, die über Strafminuten entschieden.

Die Tücken am schnellsten überwinden Bruno Hürlimann und Rainer Kaufmann vom Wassersport Club Bremgarten. Nach dem Limmat Club Zürich auf dem zweiten folgt Schlieren auf dem dritten Platz. Bei den Junioren siegen Pipo Lenzinger und Martin Leuzinger vom LC Zürich.