Das gesunde Heranwachsen von Kindern ist untrennbar verbunden mit Bewegung und Ernährung. Die Cleven-Becker-Stiftung, gegründet vom ehemaligen Tennisstar Boris Becker und dem Unternehmer Hans-Dieter Cleven, setzt sich für Kinder und Jugendliche und deren gesunde Entwicklung ein. Die Birmensdorfer Schülerinnen und Schüler haben seit 2008 bereits eine markante rote «fit4future»-Spieltonne. Doch die Stiftung bietet neben der bewegungsfördernden Spieltonne auch Ernährungsworkshops an. Einen davon durften die Primarschülerinnen und Schüler von Birmensdorf am 16.September mitmachen, wie die Primarschule mitteilte.

Zmorge ist wichtig

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durch eine von der Stiftung entsandte Ernährungsberaterin setzten sich die Kinder ausgiebig und interessiert mit dem Thema Ernährung auseinander. Neben der Erkenntnis, dass das Frühstück und wenn immer möglich ein gesunder Pausenznüni wichtige Bestandteile des Schulalltages sind, lernten die Kinder auch die Lebensmittelpyramide kennen und erfuhren spielerisch alles über den engen Zusammenhang von Ernährung, Bewegung und der daraus resultierenden «Brainfitness».

Beim Lebensmittel-Postenlauf gab es auch hitzige Diskussionen zwischen den Schülergrüppchen: Kann es sein, dass ein Fläschli Coca-Cola in Wirklichkeit der Menge von 14 Würfelzuckern entspricht? Und ein Päckli Gummibärchen sogar sage und schreibe 34Würfelzuckern? Und kann es wirklich sein, dass der Mensch zu mehr als der Hälfte aus Wasser besteht, nur aus Wasser? Ja! Es kann! Und es ist auch wahr, dass man lieber nicht zu viel Fruchtsaft, sondern mehr Wasser oder Tee trinken sollte, und es stimmt, dass Chips, Mars oder Kinderschokolade zu den weniger sinnvollen Znüni- oder Zvieri-Varianten gehören.

Rüstmesser statt Lineal

Statt mit Lineal und Bleistift kreierten die Kinder für einmal mit dem Rüstmesser fantasievolle Apfelmännli, Fruchtspiessli, Apérohäppli, verlockende Salate und herrliche, durch das ganze Schulhaus duftende, Gemüselasagne. Zur Anregung des Appetits, zur Verdauung oder nur zum Spass konnte auf dem Pausenplatz ein Kickboardparcours absolviert werden, dessen scharfe Kurven hohes Fahrgefühl erforderten und sich durchaus mit dem Nürburgring messen konnten. Ein paar aufgeschürfte Knie waren da unvermeidlich, minderten aber nicht das Vergnügen. Im Anschluss an den Projekttag der Schüler wurden am Abend auch den Eltern die Grundpfeiler der gesunden Ernährung nahe gebracht. (az)