Aesch
Was mit dem Nassenmatt geschieht, bleibt offen

Der Gemeinderat will abklären, ob das Mehrzweckgebäude totalsaniert wird oder ob ein Neubau erstellt werden soll

Alex Rudolf
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Der Platz im Gemeinderatssaal wird bei Schulanlässen knapp.

Der Platz im Gemeinderatssaal wird bei Schulanlässen knapp.

Flavio Fuoli

Soll das Mehrzweckgebäude Nassenmatt umfassend saniert werden oder wäre ein Neubau gar besser für Aesch? An der Gemeindeversammlung vom 4. Juni wird darüber befunden, ob dem Gemeinderat 120 000 Franken zur Verfügung gestellt werden, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. In der Publikation zur Gemeindeversammlung gibt der Gemeinderat bereits eine kleine Auslegeordnung der Vor- und Nachteile beider Varianten bekannt.

Minus 130 000 Franken anstatt einer roten Null

Die Aescher Jahresrechnung 2013 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 4,7 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 132 000 Franken. Veranschlag war eine rote Null. Das Eigenkapital der Gemeinde steht auf Ende 2013 somit bei rund 7,5 Millionen Franken. Weitere Traktanden sind die Kreditabrechnung des Neubaus der Wasserleitung Stüber und der Ersatz der Trefferanzeige und Sanierung des Schützenhauses. (aru)

Das vor 45 Jahren erstellte und erstmals vor 26 Jahren sanierte Gebäude braucht neben einem neuen Boden, neuen Fenstern und einer neuen Lüftung weitere Massnahmen, da «neuere Vorschriften umgesetzt werden müssen», heisst es vonseiten des Gemeinderates. Bei diesen Vorschriften handelt es sich namentlich um die Zugänglichkeit der öffentlichen Räume für Menschen mit Behinderungen und die Umsetzung neuer feuerpolizeilicher Auflagen. Bei einem Mehrwert von 300 000 Franken müssen laut Gesetz auch energetische Sanierungen durchgeführt werden. Zudem müsse die Statik geprüft und so die Erdbebensicherheit berücksichtigt werden. Auch würde - vorwiegend bei Schulanlässen - der Platz im Gemeindesaal eher knapp.

Bereits im Herbst 2013 reichte ein Architekturbüro einen Sanierungs- und Ausbauvorschlag ein, der die Aescher Exekutive überzeugte. Dieser Vorschlag würde die Gemeinde 5,5 Millionen Franken kosten. Die verhältnismässig hohen Kosten bewogen den Gemeinderat und die Schulpflege, die Kosten für einen allfälligen Neubau abzuklären. Ein solcher würde die Gemeinde auf 9,5 Millionen Franken zu stehen kommen.

Von den 120 000 Franken, welche die Versammlung der Exekutive für die «Bereitstellung der Entscheidungsgrundlage» zur Verfügung stellen sollen, wurde knapp die Hälfte bereits aufgewendet. Über die Ergebnisse wird der Gemeinderat an einer nachfolgenden Gemeindeversammlung informieren und entweder einen Projektierungskredit beantragen oder der Versammlung zwei Projekte mit den dazugehörigen Krediten vorstellen.