Dietikon

Warum man sich über die Baustelle der Limmattalbahn freuen kann

Cynthia Mira

Die Limmattalbahn-Baustelle in Dietikon hat viele negative Seiten – aber auch positive für Anwohner.

Endlich kann ich schlafen! Dank der Limmattalbahn.

«Halleluja», ist meine Antwort auf die Baustelle, die sich seit kurzem vor meiner Wohnung befindet und sich die ganze Badenerstrasse in Dietikon entlangzieht. Endlich kann ich schlafen, und das ganz ohne Hilfsmittel. Da habe ich doch erst kürzlich 300 Franken für die neuen Hightech-Kopfhörer ausgegeben, weil mich der Verkehr hin und wieder den letzten Nerv kostete. «Noise-Cancelling» lautet das heilige Schlagwort, das den Strassenverkehr innert Kürze in weite Ferne rückt. Einziger Makel für Bauchschläfer: Diese Kopfhörer sind riesig, sodass jeweils das Kissen in die rechte Position gerückt werden muss, bevor man mitten in der Nacht doch wieder wach wird und die Dinger weglegt.

Ein Hoch also auf die bevorstehende Zeit. Von wegen Baustellenlärm. Es mag daran liegen, dass nur noch einspurig ins Zentrum gefahren wird. Mein Problem der Lärmbelastung löste sich jedenfalls in Luft auf. Besonders Ladenbesitzer oder Verkehrsteilnehmer mögen sich über den Tag hinweg ärgern, am Abend aber sind auch die Bauarbeiter nicht mehr am Werk. Es wird ruhig. Trotzdem muss ich vielleicht anmerken, dass mich dafür die einspurige Strassenführung mehrfach beinahe das Leben gekostet hat. Wie eingeschliffen waren die Blicke jeweils nach links, wobei die Autos um die Kurve doch seit neuem von rechts kommen. Aber der Mensch lernt bei Gefahren schliesslich schnell. Und seit geraumer Zeit hängen dort auch Vorsichtsschilder, sodass wiederum mein Leben erleichtert wurde. Doch, ich mag die rot-weisse Strassendekoration.

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Cynthia Mira

Cynthia Mira

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