Rund die Hälfte der knapp 200 gestarteten «Single-Männer» musste den Gigathlon irgendwo auf der 460 Kilometer langen Strecke quer durchs Mittelland vorzeitig beenden. Am Sonntagnachmittag erwischte es auch den Uitikoner Hans-Ruedi Troxler. Der 55-Jährige, der in der Kategorie «Couple» mit seiner Frau Silvia bereits mehrere Gigathlons erfolgreich absolviert hatte, wurde bei seiner Premiere als Einzelkämpfer in Rothrist nach über 26 Stunden aus dem Rennen genommen.

«Ich hatte auf der Inlinestrecke den Kontrollschluss um eine Viertelstunde verpasst. Am Ende war ich aber froh, dass ich nicht mehr weiter machen durfte, denn vor allem auf der Bikestrecke hätte es aufgrund der Dunkelheit und des Regens gefährlich werden können», so Troxler.

Steigerungslauf am ersten Tag

Obwohl er sein Ziel, den Gigathlon erstmals allein zu beenden, verfehlt hat, ist er mit seiner Leistung zufrieden. Auch die grosse Hitze vom ersten Wettkampftag, die vielen Athleten zu schaffen machte, bereitete Troxler keine grossen Probleme. «Ich konzentrierte mich darauf, immer mein eigenes Tempo zu wählen und nicht am Limit zu laufen. Zudem habe ich sehr viel Flüssigkeit zu mir genommen», beschreibt Troxler sein Erfolgsrezept. So war es ihm möglich, bei der fünften und letzten Etappe des ersten Tages seine beste Leistung abzurufen. Auf der 24 Kilometer langen Laufstrecke, auf der zusätzlich 750 Höhenmeter überwunden werden mussten, liess der Uitikoner 25 Konkurrenten hinter sich und stellte die 49. beste Zeit aller Einzelathleten auf.

Dennoch gab der 55-jährige Limmattaler einen Tag nach dem Gigathlon zu, dass er die diesjährige Austragung unterschätzt hatte. «Ich glaubte, dass es im Mittelland nicht gleich anstrengend sein würde wie beispielsweise vor einem Jahr im Wallis.» Doch die vielen, happigen Steigungen und Rhythmuswechsel auf allen Teilstücken hätten es in sich gehabt. «Das brauchte vor allem auf der Bike- und der Rennvelostrecke enorm viel Kraft», blickt Troxler auf den Gigathlon zurück.

Alle mussten absteingen

An eine Szene, die verdeutlicht, wie anspruchsvoll die Gigathlonstrecke war, kann sich der 55-Jährige gut erinnern. «Kurz vor der Wechselzone in Sissach gab es einen Abschnitt, der so steil war, dass alle Athleten, die mit mir in diesem Aufstieg waren, vom Rennrad steigen und laufen mussten. Das war doch sehr ungewöhnlich», erzählt Hans-Ruedi Troxler.

Bereits deutlich früher als Hans-Ruedi Troxler kam Ueli Küttel aus Urdorf an seine Grenzen. Der zweite Einzelathlet aus dem Limmattal musste den Gigathlon bereits am Samstag nach dem zweiten Teilstück beenden. Nachdem Küttel die neun Kilometer lange Schwimmstrecke von Altreu nach Solothurn hinter sich gebracht hatte, war der Wettkampf für ihn vorbei.

Limmattaler Zweier-Team in Top 100:

10. Tempo-Sport–exersciences2 (Berikon/Widen TG) 24:21:11 (1:36:13 zurück).