Glücklich vereint hat Dietikon von Freitag bis Sonntag ein glanzvolles Stadtfest voller Freude gefeiert (die Limmattaler Zeitung berichtete). Die Freude war aber nicht überall ungetrübt. Am Samstagvormittag tauchte an einer Hecke beim ehemaligen Restaurant Pergola ein Plakat auf. Dieses warb für ein Ja zur Initiative «Stoppt die Limmattalbahn ab Schlieren».

Sofort entfernte die Stadtpolizei das Plakat. Wenig später hing ein neues. Auch dieses wurde von der Polizei entfernt. «Das finde ich ganz schlimm, unverhältnismässig und willkürlich. Das sind Gepflogenheiten in totalitären Regimes. Ein klarer Missbrauch der Staatsgewalt», ereiferte sich Bernhard Schmidt (parteilos) vom Initiativkomitee gestern gegenüber der Limmattaler Zeitung.

Die besten Bilder vom Stadfest Dietikon:

Der Dietiker Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) bestätigt den Polizeieinsatz. Dieser sei nicht politisch motiviert gewesen. «Das Plakat wurde auf öffentlichem Grund aufgestellt, wo Plakatieren nur mit Bewilligung erlaubt ist. Die Polizei hat die Plakate entfernt, weil sie nicht erlaubt waren. Gleich wäre sie auch bei Plakaten zu anderen Themen vorgegangen», so Illi. Als die Plakate auftauchten, habe die Sicherheitszentrale des Stadtfests viele Anrufe erhalten. «Die Leute haben sich geärgert, dass das Stadtfest politisiert wurde», so Illi.

Das Stadtfest-OK hatte ganz bewusst entschieden, dass das Fest unpolitisch sein soll. «Es wies Anfragen von Parteien und ähnlichen Organisationen, die eine Beiz oder einen Stand aufstellen wollten, konsequent ab. Das Stadtfest ist nicht zum Politisieren, sondern zum Festen da. Man soll es auch mal einfach lustig haben», führt Illi weiter aus. Gestern konnten die Initianten ihre Plakate wohlbehalten bei der Stadtpolizei abholen.

Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Die Redaktoren der Limmattaler Zeitung sind die künftige Strecke schon einmal abgefahren respektive abgelaufen.