Zum Nationalfeiertag gehören eine Festgemeinschaft, eine Wurst, die 1. August-Ansprache, Lampione, Feuerwerk und ein grosses Feuer. Dieses Jahr ist vieles anders: Mehrere Kantone haben wegen der anhaltenden Trockenheit und der steigendenden Waldbrandgefahr ein absolutes Feuerverbot am 1. August erlassen. Im Kanton Zürich wird es den einzelnen Gemeinden überlassen, ob sie auch ein Verbot für das Feuerwerk verhängen wollen.

In Oberengstringen wird die 1. August-Feier nicht nur ohne Feuer und Feuerwerk auskommen, sondern auch schon heute gefeiert. Warum dies so ist, erklärt Gemeindepräsident André Bender: «Wir wollen etwas Neues ausprobieren.» Ziel sei es, das Fest attraktiver zu machen. So erhoffe sich der Gemeinderat mehr Besucher als sonst. «Wir möchten die Bevölkerung animieren, an der Feier teilzunehmen.»

In den vergangenen Jahren sei laut Bender der Aufwand gross gewesen und am Ende seien nicht viele Leute zum Anlass gekommen: «Letztes Jahr war das Wetter zudem schlecht, was vermutlich dazu führte, dass nur wenige mitfeierten.» So seien etwa 15 Helfer im Einsatz gewesen, die die Veranstaltung durchführten. Gekommen seien am Ende jedoch nur etwa 30 Personen. «Das ist schade und der Aufwand lohnt sich dann nicht.» Es könne nicht sein, dass so viele Helfer für so wenige Leute arbeiten.

Drei Anpassungen sind neu

Treiber hinter den Veränderungen sind die Ortsparteien. Sie haben dem Gemeinderat drei Anpassungen vorgeschlagen, der diese alle angenommen hat: Nebst des neuen Datums, was es den Leuten ermöglicht, die Feier in voller Länge zu geniessen, wurde auch ein Personentransport organisiert. «Dieser wird Menschen mit eingeschränkter Mobilität direkt zum Anlassort fahren», sagt Bender. Interessierte könnten sich zwischen 19 und 19.45 Uhr beim Parkplatz des Alten Schulhauses besammeln.

Der Shuttle Bus wird direkt zum Parkplatz zwischen den Hölzern fahren, wo die Feier stattfindet. Neu jeweils in einem Festzelt: «Wir können auf diese Weise bei jeder Witterung das Fest durchführen», sagt Bender. Das Wetter werde dieses Jahr jedoch kein Problem darstellen. «Die warmen Bedingungen steigern sicher die Attraktivität. Wir hoffen also, dass die Anpassungen Anklang bei der Bevölkerung finden.» Ob die Feier nächstes Jahr gleich sein wird, könne er nicht sagen. «Wir werden in Zukunft überlegen, wie man den Anlass spannender machen kann.»