Schlieren

Warum der Reitmen-Brief für Verwirrung sorgt

Ab kommendem Sommer ziehen vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe Schüler ins neue Schulhaus Reitmen.

Ab kommendem Sommer ziehen vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe Schüler ins neue Schulhaus Reitmen.

Welche Schüler im kommenden Sommer das neue Schulhaus beziehen dürfen, konkretisiert sich. Die Eltern wurden per Brief informiert. Wobei Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern nicht wissen, welches ihrer Kinder gemeint ist.

Wer die Baustelle des Schulhauses Reitmen an der Badenerstrasse in Schlieren passierte, dem fällt auf, dass die Arbeiten weit fortgeschritten sind.

Obwohl es noch rund ein Jahr dauert, bis der 75-Millionen-Bau fertiggestellt ist und das Schulhaus im kommenden Sommer bezogen werden soll, informierte die Schule Schlieren die Eltern bereits über mögliche Wechsel ihrer Kinder und stiftete dabei Verwirrung.

Noch vor Beginn der Sommerferien wurden zwei Schreiben an die Eltern schulpflichtiger Schlieremer Kinder versandt, die der Limmattaler Zeitung vorliegen. Im einen finden sich allgemeine Informationen bezüglich des Umzugs von Schülern in den Neubau (siehe Kontext), im zweiten werden Eltern konkret darüber informiert, dass ihr eigenes Kind das Schulhaus wechseln wird.

Dass es Familien gibt, die mehrere Kinder in derselben Schuleinheit haben, und daher nicht klar war, welches der Kinder denn vom Wechsel betroffen ist, thematisierte die Gemeindeparlamentarierin Sarah Impusino (CVP) in einer Kleinen Anfrage.

Diese wurde kürzlich von der Exekutive beantwortet. «Das hätte sicherlich besser gelöst werden können», schreibt der Stadtrat darin. Zum Beispiel mit der Erwähnung des Namens des Kindes, wie er ausführt. Bei der Planung dieses Informationsschreibens habe jedoch schlicht niemand an diese mögliche Konstellation gedacht.

Genau beziffern lasse sich indes nicht, wie viele Rückfragen diesbezüglich in der «hektischen Zeit» vor den Schulferien in der Schulverwaltung eingegangen seien. Zwischen fünf und zehn Mütter hätten sich jedoch erkundigt, welches ihrer beiden Kinder denn mit dem Schreiben gemeint sei.

Insgesamt erhielten 91 Schlieremer Familien zwei Briefe, 1100 Familien lediglich jenen mit der allgemeinen Information bezüglich des Umzugs.

Sparsamkeit gefordert

Impusino hat jedoch noch mehr Kritik an die Adresse der Schule Schlieren. So fragt sie in ihrem Vorstoss weiter, ob nicht hohe Portokosten hätten eingespart werden können, wenn den betroffenen Schülern ein Brief mit nach Hause gegeben worden wäre. Es habe ja keine Eile bestanden, da es noch rund ein Jahr dauere, bis der Schulwechsel anstehe.

Dies sieht der Stadtrat nicht so, da bereits kurz nach nach dem Beschluss der Klassenverschiebungen einige Gerüchte im Umlauf gewesen seien, die jeglicher Grundlage entbehrten. «Damit alle auf dem gleichen Stand sind, erachtete es die Schulpflege als zweckmässig die Eltern über die Verschiebungen zu informieren», heisst es in der Antwort.

Gespart wurde hingegen bei der Information der Sekundarschüler und deren Familien, wie der Stadtrat weiter schreibt. Diese Familien wurden erst nach den Sommerferien per Schreiben informiert – dieses wurde in den Klassen verteilt und nicht per Post versandt.

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