Das macht in der Logik der Aescher durchaus Sinn: Sie feiern heuer ihr 888-Jahr-Jubiläum. So begehen sie an jedem 8. des Monats einen kleinen Anlass, das ganze Jahr lang.

Als Dorf aktiv bleiben

Hans Jahn, Aescher Gemeindepräsident, erklärt, der Gemeinderat habe anfangs der Amtsperiode erkannt, dass das aktuell starke Wachstum aktiv begleitet werden müsse und sich überlegt, wie man den Neuzuzügern und Dorfbewohnern die Möglichkeit geben wolle, sich zu beteiligen. Das wichtigste Ziel, wie es der Gemeinderat formuliert hatte: Als Dorf aktiv bleiben. «Als kleines Dorf haben wir gute Bedingungen, weil man sich kennt. Wir kennen aber auch die Herausforderung, dass genügend Leute mitmachen», so Jahn.

In guter Erinnerung sei noch allen Aeschern das letzte grosse Dorffest 2001 anlässlich der Einweihung des Feuerwehr- und Werkgebäudes. «Es war Zeit, wieder einmal so etwas zu veranstalten», meint Jahn. Glücklicherweise habe man herausgefunden, dass Aesch vor 888 Jahren, am 28. Dezember 1124, in der Kaiserurkunde zum Kloster Engelberg zum ersten Mal Erwähnung fand.

Fest besteht aus zwei Teilen

Die Aescher haben sich etwas Besonderes einfallen lassen. Das Fest findet innerhalb zweier Komponenten statt. Der erste ist das grosse Fest zwischen dem 24. und 26.August, von Freitag bis Sonntag. Der zweite Teil ist das erwähnte Programm übers ganze Jahr. Es hält an jedem 8. des Monats einen meistens von der Kulturkommission organisierten kulturellen Leckerbissen bereit. «Es sind kleine, dorfbezogene Anlässe», erklärt Hans Jahn dazu. Am Start am kommenden Sonntag beispielsweise mit dem Apéro wird auch der Frauenverein mitwirken, der heuer sein 100-jähriges Bestehen feiert. «Er ist ein wichtiger Verein fürs Dorf, der sehr viel macht.»

Das grosse Dorffest im August

Der Gemeindepräsident verrät gerne die Einzelheiten des grossen Dorffestes vom August, das unter der Leitung von OK-Chef Martin Steiner vorbereitet wird. «Am Freitag heisst das Motto ’gestern’, da findet eine grosse Klassenzusammenkunft statt.» Am Samstag sind der Knolilauf-Cup, ein grösserer Markt, eine Chilbi, ein Jugendfest und eine Abendunterhaltung «vom Dorf fürs Dorf» im Angebot, wie es Jahn formuliert. Am Sonntag folgen dann der Gottesdienst, die Chilbi und weitere Attraktionen.

Klar, dass sich das die Gemeinde etwas kosten lässt. Hans Jahn schmunzelt ob der Frage. Der Gemeinderat habe das Kulturbudget für 2012 aufgestockt, damit die Gemeinde gewisse Aktivitäten selber bezahlen könne, unter anderem das Video des Filmemachers Beat Hebeisen, das ein Zeitdokument sein soll. Es werde am Freitag des Festes uraufgeführt und im Verlaufe des Festes mehrmals gezeigt. Das grosse Fest sollte grundsätzlich selbsttragend sein. Es sei dabei aber sehr wichtig, dass die beteiligten Vereine für ihren Einsatz auch angemessen entschädigt würden.

«Ein intensives Jahr»

Was sind die Erwartungen des Gemeindepräsidenten für 2012? «Es wird ein intensives Jahr werden. Mit einem schönen Fest, an das man sich in den nächsten Jahren gerne erinnern wird, wie dies beim Dorffest 2001 der Fall war. Das war damals ein dorfgesellschaftlicher Höhepunkt. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden.»

Schliesslich soll es ein Fest vom Dorf fürs Dorf und die umliegenden Gemeinden werden. «Es wird nicht wie das Schlierenfest werden, das können wir auch nicht bieten», sagt Hans Jahn.