Dietikon
«Warum darf kein Dreck mehr im Fell sein?» Zwerge schnuppern Pferdeluft

In der Freizeitanlage Chrüzacher bereiten sich Kinder an ihrem sechsten und letzten Kurstag auf einen Ausritt in den Wald vor. Dafür muss jedoch das Bürsten und Satteln der Pferde zuerst noch gelernt werden.

Anina Gepp
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Die Stute geniesst es, gestriegelt und gebürstet zu werden
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In einer Garette wird der Pferde- und Eselmist gesammelt
Die Stallzwergen bürsten das Pferd Meret
Den Mist aufzusammeln gehört auch zu den Aufgaben der Kinder
Die Kinder geben sich alle Mühe, auch bis auf den Rücken der Pferde zu gelangen
Es geht für einen Ausritt in den Wald und die Kinder können abwechslungsweise auf den Pferderücken klettern
Die Stallzwergen haben sichtlich Spass am Bürsten der Pferde
Kursleiterin Mjriam Spring hält das Pferdebein, damit der Stallzwerg das Huf auskratzen kann
Chruezi_Dietikon
Zwei Stallzwergen kratzen den Dreck aus den Hufen des Pferdes
Pferdewechsel für zwei der Stallzwerge
Jeder Stallzwerg, der auf das Pferd steigt, muss einen Helm tragen

Die Stute geniesst es, gestriegelt und gebürstet zu werden

Anita Gepp

Die Pferde Mirko und Mereth schlagen mit ihren Hufen heftig gegen den Boden. So schütteln sie lästige Fliegen von den Beinen ab. Die Kursleiterinnen Mjriam Spring und Renate Müller passen auf, dass keiner der Stallzwerge, wie die Kinder liebevoll genannt werden, einen Tritt abbekommt.

Doch die Kinder haben längst Vertrauen zu den Pferden gefasst und haben keine Angst mehr vor den Tieren, die sie fast um das Doppelte überragen. Es ist der sechste und letzte Kurstag, an dem die Stallzwerge den tierischen Bewohnern im Chrüzacher begegnen. «Kinder, die schon früh in Kontakt mit Tieren kommen sind weniger oft krank», sagt Spring.

Der Ausritt zu Pferd als Highlight

Nachdem die Stallzwerge die vergangenen Male Ziegen gefüttert, Esel geritten und kiloweise Mist aufgeschaufelt haben, geht es heute für einen Ausritt mit den Pferden in den Wald. Die Kinder bürsten den Staub aus dem Fell der Pferde und verwöhnen die Tiere mit Streicheleinheiten. «Warum darf kein Dreck mehr im Fell sein?», fragt ein Kind. Mjriam Spring antwortet ihm: «Hast du schon einmal einen Stein im Schuh gehabt? Der drückt doch. Und genau so ist das für das Pferd, wenn wir es satteln und darunter noch Dreck im Fell ist.»

Die Stute Mereth zeigt sich kaum beeindruckt vom ganzen Trubel um sich herum, sie hat sich daran gewöhnt. Nur als auch noch die Hufe ausgekratzt werden müssen, wirkt sie immer ungeduldiger. Dann geht es endlich los. Die Pferde sind gesattelt und jedes der Kinder darf wählen, auf welchem Pferderücken es reiten möchte. So spazieren die Stallzwerge in Richtung Wald, zwei Kinder abwechslungsweise hoch zu Ross, die anderen hinterher.